Gebrechen des Tages
Unerklärlicher Schwindel und leichte Übelkeit. Wie alles dieser Tage führe ich auch diesen Missstand auf den nicht enden wollenden Winter zurück. Schleich dich doch endlich, du miese Jahreszeit!
Unerklärlicher Schwindel und leichte Übelkeit. Wie alles dieser Tage führe ich auch diesen Missstand auf den nicht enden wollenden Winter zurück. Schleich dich doch endlich, du miese Jahreszeit!
Geschätzte Drehbuchautoren des Stücks, das mein Leben ist: Wie wäre es, im für morgen geplanten Akt ein gänzlich unerwartetes Ereignis eintreten zu lassen? Eine gute Überraschung hat noch keinem Publikum geschadet, und einen politischen Aufsteller könnte das Stück momentan gut gebrauchen.
Im Bus zum Bahnhof hängt ein Bildschirm, der normalerweise die nächsten Haltestellen anzeigt. Heute aber streikt er. Auf einem blauen Hintergrund leuchten weisse Buchstaben, die über ein Versagen Auskunft geben. Ich kneife die Augen zusammen, um die Fehlermeldung entziffern zu können. Und beginne mich ernsthaft zu sorgen, als ich lese, was der Computer zur Ursache des Problems meint:
"The device driver got stuck in an infinite loop."
Werde ich diesen Bus jemals wieder verlassen können, oder bin ich nun dazu verdammt, bis in alle Ewigkeit mit dem verrückten driver die immer gleiche Strecke zu fahren?
Hoppla, dachte ich mir heute früh, als ich mich in der reflektierenden Scheibe des Trams betrachtete: Hätte ich vielleicht doch noch schnell in die Wohnung laufen und mir den vergessenen Helm aufsetzen sollen, bevor ich auf Velo stieg. Denn der Nutzen des Helms liegt ja nicht einzig darin, meinen Schädel vor Brüchen und mein Hirn vor Erschütterungen zu schützen, sondern er hat auch den entscheidenden Vorteil, dass er frühmorgens meine frisch gestylte Frisur konserviert.
Heute also im Strubbelpeter-Look.
Zuerst die Tramnummer anschauen, bevor ich einsteige. Wie heisst es doch so schön? Wer es nicht im Kopf hat, muss es halt in den Beinen haben. Check.
Manchmal hab ich einfach so was von die Nase voll. Gestrichen VOLL.
Danke für die Aufmerksamkeit.
In Eching bei München wurde diese Woche ein aussergewöhnliches Schriftstück gefunden. Es handelt sich dabei um eine Sammlung der Lieblingsrezepte von Adolf Hitler, handgeschrieben und mit kleinen Zeichnungen versehen. Erste Analysen ergaben, dass Schrift und Zeichnungen aus der Feder Hitlers selber stammen. Es finden sich nebst traditioneller deutscher Küche auch Eigenkreationen und Abwandlungen bekannter Rezepte. Die Sammlung ist wie ein Tagebuch aufgebaut und verfügt über einen ebenfalls selbst gestalteten Einband. Der Titel des Werks: Mein Mampf.
Kaum mit dem Praktikum begonnen, schon das nächste Vorstellungsgespräch. Für einen richtigen Job diesmal. Als Kommunikationsbeauftragte. Soll bittebittebittebittebittebittebittebittebitte klappen.
Und ich bin so exhausted. Nicht mal richtig das Lämpchen füllen mochte ich.
Nun denn, jetzt gilt es noch die Resultate der schriftlichen Prüfungen abzuwarten, bevor man mir offiziell gratulieren darf. Mein Studium jedoch, das betrachte ich als vorüber.
Nur leider bin ich momentan einfach zu müde, um das richtig zu begreifen.