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unsere Büro-Infrastruktur

In unserem WG-Büro koexistieren tatsächlich drei Betriebssysteme in friedlicher Harmonie. Der Informatiker arbeitet mit zwei Windows-Rechnern, der Architekt bevorzugt Geräte aus dem Hause Apple (was für eine Überraschung) und die vom Zwischenbericht bastelt derweil an ihrem Linux herum.
Hach, ist das idyllisch bei uns!
Drucken kann übrigens nur einer von uns...
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Eine kleine Szene aus dem Leben einer etwas sehr verwirrten Bloggerin (alle Namen übrigens geändert)

Mitbewohner:
"Du, der Frank hat noch angerufen. Er hat gesagt, er ruft dich zurück."
Ich, im Brustton der Überzeugung: "Ich kenne keinen Frank."

Kurze Bedenkzeit. Ratter, Ratter. Frank? Frank? Das sagt mir gar nichts... Oder schon?

Dann kam es mir in den Sinn, natürlich kenne ich einen Frank. Dieser ist mir und meiner Umwelt allerdings besser bekannt unter dem ersten Buchstaben seines Nachnamens. Und einer meiner engsten Freunde...

Das wird mir Frank jetzt noch jahrelang augenzwinkernd vorhalten...
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24 lässt grüssen

Gerade eben bin ich total erschrocken: hier im Büro hat vorhin ein Telefon genau so geklingelt, wie diejenigen in "24"! Ich wähnte mich natürlich sofort zurückversetzt in die guten alten Zeiten, als ich mit meiner Ex-Mitbewohnerin mitfiebernd vor dem Bildschirm sass und Jack bei seinen Missionen begleitete. Der Klingelton wär eigentlich auch was fürs Handy...
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Première!

Für einmal beklage ich mich nicht über's Arbeiten, sondern freue mich, dass es heute so gut läuft! Ja, wirklich, heute bin ich echt effizient, habe bereits die wichtigsten Pendenzen des Tages erledigt und - worauf ich besonders stolz bin - ein super wichtiges Telefonat auf französisch geführt - erfolgreich!

So macht's mir echt Spass!

Einziger Wermutstropfen: aus der geplanten Geschäftsreise nach Paris wird leider nichts, da dieses Mal keine Unterstützung bei den Interview gefordert ist... Schade. Aber heute lass' ich mir die Stimmung nicht vermiesen!
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24 lässt grüssen
erste Linux-Erfolge...
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och nö....

Meine Motivation hat auch schon bessere Tage gesehen. Bin mich halbherzig am Vorbereiten für meinen morgigen Test, versuche gleichzeitig, das eine oder andere Programm bzw. die WG-Drucker auf meinem Notebook zum Laufen zu bringen, sollte früher oder später noch dinieren, könnte mich allerdings auch mit Vorbereitungen für die nächsten zwei Vorstandssitzungen oder für mein Uni ZH Referat (vor, ich erwähne es immer wieder gerne, 150-200 Zuschauer/innen) beschäftigen, die CDs des Mitbewohners mit dem guten Musikgeschmack durchgehen, den (schön gestalteten) Eingangsbereich oder die Küche putzen, Roths "the human stain", Kerouacs "on the road" Célines "voyage au bout de la nuit" oder Bierces "devil's dictionary" lesen, die alle schon seit längerem auf meinem Nachttischli liegen und würde eigentlich am liebsten "eis go ziäh", halte mich aber besser zurück, da eben: morgen Test, womit ich wieder am Anfang wäre...
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Alarm an Lage

Heut früh - es war noch dunkel - kam ich am Bürogebäude an, in dem ich arbeite. Normalerweise sind um diese Zeit (8 Uhr, più o meno) bereits alle Stockwerke hell beleuchtet. Heute jedoch, welch Graus, nur ein Büro in der Chefetage. "Hmmm", dachte ich mir, "seltsam, dass gerade die Chefs nicht Ferien machen..." Ich war aber froh darüber, dass wenigstens jemand da war, denn wenn ich die Erste wäre, das wusste ich, müsste ich die Alarmanlage ausmachen. Und deren Entsperrungscode war mir irgendwie nicht ganz...nun ja...präsent.

Aber eben: ich schloss die Tür auf, trat ein und war schon beinahe beim Lift als - oje - die Alarmanlage zu blinken begann. Alles was spontan durch meinen Kopf schoss waren die Worte der Empfangsdame beim Überreichen des Schlüssels: "...und wenn du am Morgen zuerst kommst..." ich (denkend): "ha, das werde ich sowieso nie!" "...dann musst du schnell den Code eingeben, sonst kostet es 300 Franken."

Adrenalin wurde ausgeschüttet. Giovanni begann zu überlegen. Etwas, das ich mit dem Buchstaben "e" verbunden habe... *grübel* *hirnzermarter* (gar nicht so einfach, wenn nebenan ein Alarm ständig blinkt und du Angst haben musst, dass nächstens eine sechsköpfige Spezialeinheit der Fedpol durch die Tür stürmt, dich zu Boden wirft und was einer übernächtigte Studentin sonst noch so alles für Fantasien durch den Kopf gehen. "Think!" sagte ich zu mir selber, ganz in der Tradition meines Idols in Sachen nihilistische Kolumnen zum Thema TV. Und plötzlich kommt mir so ein Code in den Sinn, den ich schnell eintippe. Doch damit war der Task noch nicht erledigt! Wo war diese ver***te Eingabetaste?!? Ihre perfekte Tarnung als Pfeiltaste verwirrte mich noch ein paar weitere wertvolle Sekunden lang, ein Glück, dass ich diese zuerst ausprobierte...

Puh, das war ein harter Tagesbeginn...


PS: das Büro in der Chefetage war übrigens trotz heller Erleuchtung unbesetzt... Wie konnte ich nur auf den Gedanken kommen, dass gerade die Chefs nicht Ferien machen?
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