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der Gurten macht kreativ

Kurz nachdem Büne sein Konzert mit "Scharlachrot" abgeschlossen hatte, erfuhren der MBW und ich von Alex Freis definitiver Verpflichtung für den FCB. Schlafmangel und Bierkonsum Die kreative Stimmung auf dem Gurten inspirierte uns, und so erschufen wir einen neuen Fangesang für den FCB nach dem Vorbild von "Scharlachrot" - allerdings erst ab der dritten Strophe, am Rest feilen wir noch.

Und jetz bisch du cho, Alex, wonis nümm hätti dänggt
Und luegsch dri wi wenns öppis schöns z gwinnä gäbt für uns
D Meischterschaft, Champions League oder nume dr Cup
Aber immerhin.

I baue mir mini Tröim
Uf rund um di
Und male si rot und blau a.

I tätowier mier dis Wappä
Zmitzt uf mini Bruscht

Und hoffe dass dier wenn du Goal schiessisch
Nüt dezwüsche chunnt.

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Bildergeschichte im heutigen Tagi

Seite 7 (links) und Seite 8 (rechts) des heutigen Tages-Anzeigers:

Und das passiert, wenn man Seite 8 anschaut und Seite 7 durchschimmert:

Gut beobachtet, MBW!

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das Sommerloch anhand eines Beispiels (aka Newsnetzille)

Das Sommerloch: die Zeit, in der alles stillsteht, die Zeit, in der Staatsmänner urlauben und jeder Mückenpups zum Elefantengegel aufgeblasen wird. Der Schreck aller Journalisten, aber vor allem der Zeitungsleser (oder der E-Konsumenten, wie das folgende Beispiel zeigt). Denn nichts verträgt sich schlechter als sommerloch-induzierte Langeweile auf der Redaktion in Kombination mit hitzeinduzierter Recherche-Faulheit. Aber schauen wir uns erstmal das Beispiel an.

Die massenmediale Konstruktion der Realität:
Tagi/Newsnetz "berichten" am 15. Juli von einem Unfall auf einer Baustelle auf dem Gotthard. [Hier geht's zum Screenshot.]

"Ein im Kanton Zürich wohnhafter Zimmermann ist am Mittwochmorgen auf einer Baustelle auf dem Gotthard-Pass acht Meter in die Tiefe gestürzt."

Der "Artikel" besteht aus vier Sätzen (inklusive Lead) und hat einen Interessantheitsgrad von, sagen wir mal, geringem Ausmass. Aber, zumindest das habe ich gelernt an der Uni, wenn es einen Bezug zum Lokalen gibt, besteht immer ein Nachrichtenwert. Und er arme Bauarbeiter ist offenbar ein Zürcher. Noch dazu gibt es ein Video. Man sieht zwei Minuten lang das Gebäude und ein paar Leute, die davor hin und her gehen. Zum Glück war jemand von Newspictures vor Ort, um alles aufzuzeichnen. Und auch die Rega war im Einsatz, ich meine: die Berichterstattung darüber ist nun wirklich ein Muss.

Die Konstruktion der Realität von einem, der es wissen muss:
Eine gut unterrichtete Quelle klärte mich gestern über drei Fehler in der newsnetzschen Berichterstattung auf. Erster Fehler: Es war kein Zimmermann, sondern ein Dachdecker, über den da berichtet wird. Zweiter Fehler: Der Mann stürzte nicht aus acht Metern in die Tiefe und brach sich alle Knochen, wie man vermuten könnte. Er durchtrennte sich lediglich eine Sehne an der Hand. Ein armer Kerl, aber hey: schon ein Unterschied zu einem Sturz, nicht? Fassen wir also kurz zusammen, bevor wir zum dritten und finalen Fehler kommen: Ein Dachdecker verletzt sich während der Arbeit und muss von der Rega abtransportiert werden, weil das vom Gotthardpass runter halt einfach deutlich schneller geht und er vielleicht gerne nicht allzu viel Blut verlieren möchte. So eine Nachricht schafft es eigentlich nicht mal während des Sommerlochs in die Medien. Doch die Herkunft des Handwerkers, das haben wir oben gesehen, schafft einen Bezug zum Leser. Bloss, liebe Newsnetzpraktikanten, da muss ich euch leider auch enttäuschen: Denn der Mann, und das macht diese "Berichterstattung" gänzlich zur Absurdität...

...war gar kein Zürcher.

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Diszipliniertheit als Stolperstein

Spätestens dann, wenn man vor lauter Müdigkeit die Augen nicht recht aufhalten kann und das Verständnis des Texts über den Akteursbegriff im soziologischen Neo-Institutionalimus sich in engen Grenzen hält, sollte man wohl einsehen, dass Diszipliniertheit nicht um jeden Preis durchgesetzt werden muss.

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verschlungen

In den letzten vier Tagen habe ich zwei Bücher verschlungen. Das erste war Johanna Adorjans "Eine exklusive Liebe", das ich mir am Sonntag und Montag einverleibte. Adorjan erzählt die Geschichte ihrer Grosseltern, ungarischer Juden, die den Holocaust überlebten und sich 1991 gemeinsam das Leben nehmen. War einfach zu lesen und auch nicht besonders lang. Aber auch nicht besonders spannend.

Dann war am Dienstag und Mittwoch "The Easter Parade" von Robert Yates dran, ein Buch über das Leben zweier Schwestern. Beide machen zwar etwas aus sich, die eine als Mutter, die andere als Liebhaberin und Werbeassistentin, aber sie scheitern irgendwie trotzdem am Leben. Dass das Scheitern nicht so offensichtlich ist, macht das Buch erträglicher, durch seinen Realismus gleichzeitig aber auch unterträglicher. Denn so unterschiedlich die Wege sind, die die Frauen einschlagen, so gleich enden sie: unglücklich. Und am Schluss, ja, da fragt man sich dann, ob es nicht vielleicht allen so geht, ob man sich nicht stets mit der Hoffnung auf bessere Zeiten durch ein Leben kämpft, das trotzdem nie besser wird. Fand das Buch aber sehr gut, und der Pessimismus überkam mich erst auf den allerletzten Seiten, auch wenn man das Buch durchwegs so lesen könnte.

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nicht doch

Was ich lieber nicht hören möchte: Unwetterwarnungen, zwei Tage vor dem Gurtenfestival.

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neues von der Bibliotheksfront

Der Wecker will mich jetzt auch noch zum Znacht einladen. Dabei will ich hier doch nur meine Prüfungen vorbereiten und nicht zwingend Kontakte knüpfen. Ich asoziale Sau, ich.

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