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Tippfehler

Damals, als mir mein Job noch nicht von einer weniger Lohn verlangenden Deutschen weggenommen worden war, tippte ich ab und an Interviews ab. Und einmal kam es dabei zu einem sehr abstrusen Missverständnis. Ich hörte folgendes:

"Davon hatte ich keine Ahnung und es hat mich auch nicht interessiert, weil in der zweiten Woche, ja, die Geschichte ist ne Variante."

Keine Ahnung, was der junge Herr damit meinte. Bei einem zweiten Durchgang wurde dann aber einiges klar:

"Davon hatte ich keine Ahnung und es hat mich auch nicht interessiert, weil es war einfach, ja, die geschickteste Variante."

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die Lizarbeit ist fertig

Jetzt nur noch 13 Themen in sechs Monaten lernen und dann bin ich lic. phil I.

Wenn's weiter nichts ist!

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weiterer Meilenstein

Alle Kapitel sind geschrieben, durchkorrigiert und bereit zum Formatieren.

In 24 Stunden beginnt hoffentlich ein langes Wochenende mit Auffahrt, Baden, Sünnelen, Frauenabend, Tratschen, Essen, Ausgehen, Geburtstagsapéro, Weitertratschen, Ausschlafen und Sonntagsbrunch.

Mit Bitte um massives Daumendrücken, dass mein Compi weder abstürzt, noch gestohlen wird, noch allzu zickig tut, wenn ich morgen mit Formatieren beginne, grüsst herzlich

die vom Zwischenbericht

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lucky us

Was mich nicht erfreut: Dass ich den Computer zu Boden habe fallen lassen und der MBW unser sein Kubb im Zug vergessen hat.

Aber Glück gehabt: Die Laptoptasche war gut genug gepolstert und das Spiel ist auf dem Fundbüro abgegeben worden.

Noch drei Tage.

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aaargh! (twitterstyle)

Langsam verliere ich die Hoffnung. #einleitung #schlusswort #kriegnixgebacken

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Ostblocktraum

Was ist von einem Traum zu halten, in dem ich zuerst mit Freundinnen in Genf bin, an einem Bahnhof, und wir entschliessen uns, auf die andere Seite des Trassees zu gehen, um ins Lieblingscafé einzukehren (das in Tat und Wahrheit von Bahngleisen weit entfernt ist), anschliessend steige ich aber in einen Zug, in dem ganz viele Tschechen sitzen, realisiere, dass ich jetzt in Tschechien bin, und zwar ganz allein, die Freundinnen sind verschwunden; dann erhalte ich einen Anruf vom MBW, der ganz aufgeregt etwas wichtiges erzählen will, dies aber nicht kann, da plötzlich das Handy den Geist aufgibt; alles ist total schlimm, schliesslich komme ich an der Endstation an - es ist Odessa; what else?! - und dort verbringe ich dann einen Erasmus-Aufenthalt; ich ziehe in eine Wohnung, dort lebt auch eine ehemalige Schulkollegin von mir, eine derjenigen Sorte, die immer alles total perfekt macht, und natürlich spricht sie bereits fliessend tschechisch (obwohl wir ja in Odessa sind), und ich nicht; der Traum endet damit, dass wir zusammen durch die Strassen laufen.

Ich würde mal besser davon träumen, wie ich eine Einleitung zustande bringen soll, die von meiner Stilkritikerin nicht in der Luft zerrissen wird.

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das hat gerade noch gefehlt

Eine Schreibblockade. Herzlich unwillkommen.

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Experiment

Ich arbeite an einer Testreihe, die erhebt, wie eine Probandin (25, Nichtraucherin) auf die folgenden Bedingungen reagiert:

a. fieberhaftes Arbeiten an einer Abschlussarbeit

b. regelmässig weniger als sechs Stunden Schlaf pro Nacht

c. das regelmässige Unterbrechen der Schlafphasen durch ekstatisches Kirchglockengeläute (Sonntag), Zickengekeife auf der Strasse (Montag), johlende Freier (Dienstag), Nachbarn, die Geburtstag feiern (Mittwoch) und das verstörte Hochschrecken aus bösen Träumen (täglich)

d. schwätzende Baby-Studenten in der Bibliothek

e. die tägliche Versuchung, abends mit den Mitbewohnerinnen zu schwatzen oder erst um zehn einen Film zu beginnen

f. Konfrontation mit dem Strassenverkehr (insbesondere doppelspuriger Kreiselverkehr, Offroad-Arschlöcher und langsame Velofahrer)

Die Ergebnisse werden Anfang Juni publiziert - SOFERN ICH DANN NOCH NICHT VÖLLIG DURCHGEDREHT BIN ... WEEEEEEEEEEEEEEEE!

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Ferienplanung

Ihr wisst es, die Lizarbeit neigt sich ihrem Ende zu und ebenso ergeht es meiner Energie: Ich freue mich auf die Ferien. Die sind noch 21 Tage entfernt, aber ein wahrer Kontrollfreak kümmert sich natürlich schon früh genung ums Gepäck.

Zum Beispiel um den Lesestoff, eine heikle Domäne. Das Lesen auf Reisen birgt eine Vielzahl von Gefahren. Zu wenig Bücher dabei bedeutet, sich die Hälfte des Urlaubs zu langweilen. Zu viel dabei und schon ist im Rucksack kein Platz mehr und man schleppt sich halb invalid. Am allerschlimmsten ist es aber, wenn die eingepackten Titel, ich wage kaum daran zu denken, schlecht sind. Dann sind die Ferien im Arsch. Im schlimmsten Fall sind die schlechten Bücher auch noch ausgeliehen und man kann sie nicht so einfach in einer gottverlassenen Ecke still und heimlich entsorgen und vergessen, sondern sie blockieren den Platz für bessere Bücher oder neue Schuhe während der gesamten Reisezeit. Und jedes Mal, wenn du den Rucksack öffnest, grinst dir das Buch entgegen, hämisch, als ob es sagen würde: "An mir kommst du nicht vorbei, ich bin dein einziger Ausweg." Und es hat recht, denn wo sollte ich mitten im Irgendwo ein ansprechendes Buch in einer mir verständlichen Sprache auftreiben?

Deshalb habe ich damit begonnnen, die Bücher schon vor der Abreise anzulesen. Ob ein Roman mich nervt, wenn er langweilig geschrieben ist oder am Thema vorbeizielt, merke ich meist ziemlich schnell. In die Ferien mitnehmen will ich Bücher, die nicht allzu schwer sind - sowohl in Bezug auf die Kilos, als auch in Bezug auf die Themen. Keine philosophischen Betrachtungen, aber auch keine seichten Krimis. Und bitte bloss keinen Coelho-Herzschmerz, keinen Eric-Emmanuel-Schmitt-Schmalz, keinen Kehlmann-Pseudohistoriker, keine banalen Geschichten, keine zusammenhangslosen seltsamen Ereignisse (Juli Zeh: Adler und Engel) oder Philip Rothsche Endlosverstrickungen. Ich will etwas, das mich packt, mich berührt und das ich nicht mehr weglegen will. Und schliesslich die Sprache: deutsch und englisch gehen eigentlich immer, in allen anderen Sprachen ist das Lesen einfach nicht so entspannend.

Sollte doch nicht so schwer sein, oder?

Die perfekten Ferienlektüren bis anhin waren:

- Jeffery Eugenides: Middlesex. Toll. Leider kommt der Rest von Eugenides niemals an Middlesex heran.

- Reginald Hill: Die rätselhaften Worte (Dialogues of the Death) > In Sardinien habe ich die letzten 150 Seiten dieses Buchs innert einer Nacht durchgelesen. Morgens um sechs wachte mein Reisebegleiter auf und stellte die berechtigte Frage: "Bist du immer noch am lesen oder schon wieder?" Packende Sache und herrliche Charaktere.

- Yann Martell: Schiffbruch mit Tiger. (Ach, Pi. Immer und immer wieder gerne.)

- Leonie Swann: Glennkill. (Schafe, die den Mord an ihrem Hirten aufzuklären versuchen. Zum Totlachen!)

- Khaled Hosseini: The Kite Runner. (Verschlungen.)

- Tony Parsons: Stories We Could Tell. (Drei junge Musikjournis, London, 1976 - tolle Zusammensetzung.) (Okay, der MBW fand das Buch doof.)

Auf meiner Wunschliste für Polen 2009 stehen bisher:

- Kluun: Ohne sie

- ein Krimi von Reginald Hill

- etwas von Siri Hustvedt

Weitere Tipps? Bitte melden!

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Post in Twitterlänge

Empirischer Teil überarbeitet. Nun noch die Einleitung neu formulieren und dann ist die Lizarbeit geschrieben.

[Okay, das waren jetzt wohl mehr als 140 Zeichen. Egal. Könnt ihr's überhaupt noch hören, das mit meiner Lizarbeit? Ihr müsst nicht mehr lange, versprochen.]

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