Weil die Lizarbeit momentan bei ihren GegenleserInnen ruht, habe ich irgendwie nichts zu tun. Passenderweise war ja vor einer Woche der "Ein Herz für Blogs"-Tag (an dem ich mich, shame on me, nicht beteiligt habe, weil damals war die Arbeit ja noch in voller Bearbeitung) und so hatte ich für einmal Zeit, den Tipps meiner Lieblingsblogger nachzugehen und in die Weiten der Blogosphäre einzutauchen.
Dabei stiess ich auf einiges Unterhaltsames, aber den Gipfel der Unterhaltsamkeit bildete ein Format, auf das ich bei Franziskript stiess: Literal Version Videos. Der Hammer! In diesen Videos wird auf die Melodie des Songs gesungen, aber anstelle des eigentlichen Texts werden die Vorgänge im Film kommentiert und mit den entsprechenden Untertiteln unterlegt. Leider gibt es davon nur eine Handvoll gut gemachter Videos, das hier sind meine Favoriten:
Red Hot Chili Peppers: "Under the Bridge" : "I'm not really sure if this guy's a policeman"
A-Ha: "Take on me": Sonst schon ein geiler Song, und erstaunlich gut gesungen.
Meat Loaf: "I'd do anything for love": Das längste Literal - und ein gut gemachtes, das es sogar schafft, eine Geschichte zu erzählen.
Und nicht fehlen darf natürlich ein Beatles-Literal:
"Penny Lane": "Trading shades cannot distract him from my stupid coat"
Ah, herrlich! Ich könnte stundenlang zuschauen.
[ universitär ]
by zwischenbericht
@ 30.04.2009 10:41 CET
Da heisst es doch immer so schön, man solle sich frühzeitig um seine Prüfungstermine und -themen kümmern. Welchen Schluss soll ich nun daraus ziehen, dass der Professor, den ich frühzeitig bezüglich der Lizprüfungen kontaktiert habe, auf die Frage, ob wir für Juli einen Themenbesprechungstermin vereinbaren wollen, bloss mit "Das hat noch Zeit" antwortet?
Entweder bin ich zu übereifrig oder er weiss noch nicht, wann er in den Urlaub fährt.
Du hältst Anna und mich für paranoid und das Medientamtam um die Schweineinfluenza für völlig übertrieben? Dann schau dir doch mal das hier an und denke über den Begriff Tröpfcheninfektion nach. Und dann viel Spass bei der Lektüre der Verhaltensregeln des Bundesamts für Gesundheit.
Das beste Sandwich, das ich in letzter Zeit gegessen habe, war natürlich ein selber gemachtes. Brot, weiche Butter und dann die unschlagbare Kombination von rohen Zucchetti-Scheiben und Rohschinken. Ah! Einfach köstlich.
Übertroffen wird das perfekte Sandwich nur noch von meiner aktuellen kulinarischen Entdeckung. Und die geht so: Man bereite ein fruchtiges Müesli mit Orange, Apfel, getrockneten Feigen und Joghurt und knabbere dazu einige Scheiben leckeren, cremig-stinkigen Weichkäse ("ausgeliehen" von der Mitbewohnerin). Der Zusammenprall von herb-salzigem Käse und süss-saurem Müesli ist göttlich.
(Und nein, ich bin natürlich nicht schwanger. Aber danke der Nachfrage.)
[ universitär ]
by zwischenbericht
@ 22.04.2009 14:47 CET
Der erste Entwurf meiner Lizarbeit ist fertig. Was bin ich froh, meine Lieben! Ich habs fast geschafft.
Niemals wieder etwas per Mail verschicken, das nicht von jedem anderen Kontakt in meiner Mailbox gelesen werden dürfte.
(Diese Lektion basiert nicht auf eigenen Fehlern, sondern auf einem Mail, das in meiner Inbox landete. Jeez. Aber fragt nicht.)
Ich war vorhin auf der Suche nach einem Herrn, nennen wir ihn Alois Eicher, der Geschäftsführer eines Schweizer Unternehmens ist. Er war das schon in den 1990er Jahren, als seine Firma einen Umwelt-Award verliehen erhielt und ich wollte ihn dazu befragen.
Alois Eicher fand ich schnell auf der Homepage und so schrieb ich mir seine Kontaktdaten heraus, klickte noch ein wenig auf der Seite herum und landete nach wenigen Minuten wieder auf derselben Kontaktseite. Bloss hiess der Geschäftsführer nun Rolf Meier. Ich verstand die Welt nicht mehr.
Aufklärung brachte eine Medienmitteilung: Im April 2009 werde der Geschäftsführer abgelöst. Ich musste also just den Moment erwischt haben, in dem die Webseite angepasst wurde. Wäre ich zehn Minuten später auf die Seite gegangen, hätte ich nicht mehr herausgefunden, dass Alois Eicher noch immer bei dieser Firma, bzw. sicher noch irgendwie erreichar ist.
Und nun sagt mir mal: Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass sowas passiert?
Die darauf folgenden 24 Stunden waren matchentscheidend, die darauf gründenden drei Jahre bezaubernd.
Merci, MBW.
Jetzt ist er da. Habt ihr's auch gespürt? Der Hochnebel verzog sich, die Luft war plötzlich lau und mild und die Vögel zwitscherten laut. Vor der Jazzkantine sassen vier junge Männer im Freien und tranken ihr Bier. Im Pulli, ohne Jacke. Und die Frauen trugen statt formloser Stiefel wieder ihre schönen Schuhe mit Absatz. Und es roch, es roch nach Frühling.
Endlich ist er da.
Gestern in einem Gespräch kam mir plötzlich ein Detail meiner Kindheit in den Sinn. Heute ist mir dies völlig unverständlich, doch es gab eine Zeit, in der ich mich vor der rätoromanischen Sprache fürchtete. Kein Witz. Immer wenn das Guetnachtgschichtli auf Rumantsch lief, ängstigte ich mich zu Tode. Seltsam.
(Das Guetnachtgschichtli musste natürlich trotzdem geschaut werden. Ich war schliesslich auch das Kind, das als Vierjährige Terror beim Arzt machte, weil Mami mich zu überlisten versucht hatte und ich aber trotzdem herausfand, dass ich parallel zum Arzttermin das Spielhuus verpasste.)
PS: Das Kindheitstrauma von Sebastian23 heisst "Küss mich" und man sollte es sich unbedingt hier anhören.