ein Gespenst geht um auf den Finanzmärkten, das Gespenst des Kapitalismus
Täusche ich mich, oder erleben wir gerade den Beweis, dass freie Marktwirtschaft für die Füchse ist? Dass ständiges Wachstum vielleicht doch nicht möglich ist, dass der Markt sich nicht selber zu regulieren vermag, dass es ohne staatliche Eingriffe eben doch nicht geht?
Das soll mir mal jemand erklären, bitteschön.
comments
8ght
@ 21.09.2008 12:03 CEST
habgier, dubiose anlagemöglichkeiten, ausbeutung & spekulationen sind schuld an dieser krise. mit dem system "freie marktwirtschaft" hat dies reichlich wenig zu tun.
habgier, dubiose anlagemöglichkeiten, ausbeutung & spekulationen sind schuld an dieser krise. mit dem system "freie marktwirtschaft" hat dies reichlich wenig zu tun.
rah
@ 21.09.2008 12:05 CEST
tja, erklären wird schwierig :) aber meine Meinung ist, dass es nicht allein das System ist, das versagt hat, sondern die Menschen die damit arbeiten. Schuld ist die Haltung vieler Investmentbanker, unendlich viel eEld verdienen zu wollen und dabei immer wieder zu vergessen, dass es gar nicht ihr eigenes Vermögen, ihr eigener Verdienst ist/war mit dem sie Handel treiben.
Ich bin irgendwie froh, ist die Finanzblase mal geplatzt und hoffe, dass wir reichen Industriestaaten diese Auswirkungen auch mal ein wenig spüren werden...
Grusss, R
tja, erklären wird schwierig :) aber meine Meinung ist, dass es nicht allein das System ist, das versagt hat, sondern die Menschen die damit arbeiten. Schuld ist die Haltung vieler Investmentbanker, unendlich viel eEld verdienen zu wollen und dabei immer wieder zu vergessen, dass es gar nicht ihr eigenes Vermögen, ihr eigener Verdienst ist/war mit dem sie Handel treiben.
Ich bin irgendwie froh, ist die Finanzblase mal geplatzt und hoffe, dass wir reichen Industriestaaten diese Auswirkungen auch mal ein wenig spüren werden...
Grusss, R
Das Problem sind ja immer die Menschen, und nicht "das System", das war ja auch beim Kommunismus nicht anders. Es ist wohl gar nicht so einfach ein System zu finden, dass "trotz" Menschen "funktioniert"...
8ght
@ 21.09.2008 22:43 CEST
es ist nicht "nicht einfach". Es ist nicht möglich ...
bin rah's meinung. die lachenden dritten sind die kleinen banken.
es ist nicht "nicht einfach". Es ist nicht möglich ...
bin rah's meinung. die lachenden dritten sind die kleinen banken.
Tanzender Anarchist
@ 23.09.2008 13:42 CEST
@ Anna
Ich finde Deine These sehr gewagt. Du gehst ja mit Deiner Aussage davon aus, dass, wenn die Menschen netter (oder sonst wie anders geartet) wären, der Kapitalismus zu ihren Gunsten funktionieren würde. Aber es ist doch so, dass es im Kapitalismus darum geht, Mehrwert zu erwirtschaften, in der Konkurrenz zu bestehen etc. Dadurch gibt das System die Regeln vor, nach denen die Menschen zu funktionieren haben, seien sie nun nett oder von miesem Charakter. Natürlich werden und wurden die Systeme von Menschen aufrechterhalten, doch ist es ja gerade das mühsame an Systemen oder Gesellschaftsordnungen, dass sie nicht von einem einzelnen Menschen gesteuert werden, sondern ihre Dynamik im Zusammenleben vieler Menschen entwickeln, also der Wille eines oder einer Einzelnen nur sehr beschränkt etwas zählt. So wie in der Soziologie und so... Du aber brichst das Ganze auf eine moralische Ebene hinunter. Deinem Statement zu Folge ist der Mensch "das Problem", und nicht die Regeln ihres Zusammenlebens. Das tönt zwar poppig, führt sicher auch weiterhin zu guten Auflagen von Selbsthilfebüchern, zielt aber an der Realität vorbei.
@ die vom zwischenbericht
Der Markt kann sich bestens selbst regulieren. Nur ist das nicht immer im Interesse der einzelnen Volkswirtschaften. Also greifen die Staaten als ideelle Gesamtkapitalisten einer Volkswirtschaft ins Geschehen ein.
@ Anna
Ich finde Deine These sehr gewagt. Du gehst ja mit Deiner Aussage davon aus, dass, wenn die Menschen netter (oder sonst wie anders geartet) wären, der Kapitalismus zu ihren Gunsten funktionieren würde. Aber es ist doch so, dass es im Kapitalismus darum geht, Mehrwert zu erwirtschaften, in der Konkurrenz zu bestehen etc. Dadurch gibt das System die Regeln vor, nach denen die Menschen zu funktionieren haben, seien sie nun nett oder von miesem Charakter. Natürlich werden und wurden die Systeme von Menschen aufrechterhalten, doch ist es ja gerade das mühsame an Systemen oder Gesellschaftsordnungen, dass sie nicht von einem einzelnen Menschen gesteuert werden, sondern ihre Dynamik im Zusammenleben vieler Menschen entwickeln, also der Wille eines oder einer Einzelnen nur sehr beschränkt etwas zählt. So wie in der Soziologie und so... Du aber brichst das Ganze auf eine moralische Ebene hinunter. Deinem Statement zu Folge ist der Mensch "das Problem", und nicht die Regeln ihres Zusammenlebens. Das tönt zwar poppig, führt sicher auch weiterhin zu guten Auflagen von Selbsthilfebüchern, zielt aber an der Realität vorbei.
@ die vom zwischenbericht
Der Markt kann sich bestens selbst regulieren. Nur ist das nicht immer im Interesse der einzelnen Volkswirtschaften. Also greifen die Staaten als ideelle Gesamtkapitalisten einer Volkswirtschaft ins Geschehen ein.
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