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Selbstbetrug

Ein erfrischendes Mittagsschläfchen nenne ich etwas spätestens dann nicht mehr, wenn ich nach zweieinhalb Stunden Bewusstlosigkeit um 17.30 Uhr völlig gerädert aufwache und statt Erholung nur ein schlechtes Gewissen verspüre.
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schon wieder ein Baby

Mann, Mann, Mann - schon wieder ist eine alte Schulfreundin schwanger. Ich fass es nicht!
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in den Hafen der Ehe...

...werde nicht ich einlaufen, sondern im Juli das erste Paar aus meinem Freundeskreis! Juhui, meine erste Hochzeit!
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wiu si Hemmige hei

In der Sauna vor fremden Leuten herumzublütteln, stört mich wenig. Aber wenn ich einem dieser Leute wiederholt in der Bibliothek begegne, dann finde ich das dann doch ein bisschen peinlich.
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...43753...43762...43768...

Am Montag habe ich meine Protestnote gegen die Art des Umspringens der SVP mit ihrer demokratisch gewählten Bundesrätin bei AllianceF hinterlassen. Mittlerweile hat sich die Zahl der unterzeichneten Leute mehr als verzehnfacht und momentan steigt die Zahl der Unterzeichner in einem Riesentempo an. (Versucht es selber und schaut, wie der Pegel steigt, wenn ihr die Seite aktualisiert.) Ein erfreulicher Anblick und ganz in meinem Sinne.
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Das Kunstproblem

Ich war im Museum und habe mich geärgert.

Auf dem Programm stand Andreas Gursky, dessen Metier grossformatige, bearbeitete Fotografien sind. In Basel zu sehen war also beispielsweise ein Riesenfoto vom Flughafen Frankfurt, welches die Ankunfts-/Abflugstafel zeigte, überdimensioniert, natürlich, also gephotoshopped, so dass die Flugbewegungen fast des ganzen Tages abgebildet wurde. Ein anderes Müsterchen: Eine Luftaufnahme vom Engadiner Skimarathon wird von Gursky so lange bearbeitet, bis es rund um die Langläufer herum nur noch eine weisse, glatte, unberührte Schneefläche hat und es werden einzelne Sportler herausgelöscht, bis der Tross eine bestimmte Form erreicht. (So meine Interpretation.)

Gursky fokussiere sich auf Orte, an denen sich die Menschen konzentrieren, auf Brennpunkte der Globalisierung und erzeuge durch die selbst gemachte Anordnung der Motive selbst wieder Strukturen, so in etwa die Erklärungen auf dem Faltblatt des Kunstmuseums Basel. Für mich als Soziologiestudentin war die Erklärung, er wolle nicht die Realität abbilden, sondern eine Konstruktion der Wirklichkeit bieten, nichts besonders Neues, aber ich freute mich darauf, dieses Prinzip in Bildern umgesetzt zu sehen.

Ich zog durch die Räume und liess die Werke auf mich wirken. Und plötzlich überkam mich der Ärger: Was will der überhaupt? Was ist daran eigentlich speziell? Was ist daran „Kunst“, ausser dem akkurat angewendeten Handwerk der Bildbearbeitung? Was haben diese Werke mit den Erklärungen im Prospekt zu tun? Wo bleibt die Aussage? Muss Kunst überhaupt etwas aussagen? Was will Kunst eigentlich vom Betrachter? Und letztlich kam ich an einen Punkt, an dem ich mich selber hinterfragte: Was will ich eigentlich von der Kunst?

Da ich Gursky sowieso nicht mehr richtig geniessen konnte, begann ich mir diese Frage zu überlegen: Wieso gehe ich überhaupt ins Museum? Ich kam auf zwei Antworten: Die eine impliziert Kunst als sinnliches, die andere Kunst als intellektuelles Erlebnis.

Ersterer ist, so glaube ich, der einfachere Weg, derjenige, den ich bei Gursky wohl mangels Information hätte gehen sollen. Augen auf, und eintauchen in Kompositionen und nicht zu viel überlegen, sondern zu geniessen versuchen. Dazu vielleicht noch ein passender Soundtrack, so wie es der junge Mann tat, den ich in der Neuen Nationalgalerie in Berlin beobachtete: Er schien entrückt von der Kombination von Dalì und Sigur Ròs. (Seither gehe ich viel öfter allein an Ausstellungen und setze mir dazu die Kopfhörer auf.) Klar, auch das sinnliche Erleben will gelernt sein, aber ich denke, den Zugang dazu hat man intuitiv.

Aber eben: Irgendwann kommt bei mir immer der Punkt, an dem ich ungeduldig und unzufrieden werde. Ästhetik allein, reicht das wirklich? Muss nicht mehr dahinter stecken? Und seien es nur bestimmte Techniken oder Ansätze, wie die Produktion von Kunst angegangen wird, es muss ja nicht gleich eine gesellschaftskritische Aussage sein. Wenn man diese Hintergründe kennt, beginnt wohl der intellektuelle Genuss. Diesen muss man sich aber hart erarbeiten und kann nicht mehr so einfach ins Museum latschen. Das heisst: intensive Vorbereitung oder Leute erklären lassen, die mehr wissen.

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WahlenUri

Sitzverdoppelung. Ich schäme mich.
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