bloggallerycontact

heute ist sprachlich von gestern

Wie viel Englisch muss man können, um eine US-amerikanische Band zu interviewen? Bei heute offenbar nicht allzu viel. Denn wer, wie Nora Hesse, "cat" nur mit "Katze" zu übersetzen weiss (logisch, der Leo hat auch keine andere Übersetzung parat), hat zwar vielleicht mal in der Sek ein bisschen Inglisch gelernt, das aber ganz offensichtlich nie vertieft.

Der Satz "Die USA bestehen nur noch aus fetten Katzen, die goldene Gangsta-Ketten um den Hals tragen und so." wurde denn auch völlig sinnverdreht übersetzt. Während das Wort Katze in der deutschen Umgangssprache eher als Synonym für eine Frau verwendet wird, wird "cat" im US-amerikanischen Wortschatz nämlich ausschliesslich für Männer verwendet.

Wie wär's mit einem kleinen Englisch-Auffrischungskurs für Nora Hesse? Oder einer neuen Reporterin fürs heute?

Comments (11)  Permalink

comments

rogerrabbit @ 30.01.2008 14:02 CEST
Ich gebs zu, das hätte ich jetzt auch nicht gewusst. :-(
die vom zwischenbericht @ 30.01.2008 14:10 CEST
naja, mein lieber herr rabbit, sie sind aber auch nicht als journi tätig und interviewen regelmässig auf englisch, oder? ich finde, wenn man das beruflich macht, sollte man schon ein bisschen mehr drauf haben als der durchschnittsbürger.
redder @ 30.01.2008 14:16 CEST
naja, ich hab mein englisch aus england, wo's erfunden wurde (mit copyright) und da sind katzen katzen 8soweit ich weiss). und wenigstens hat nora eine amerikanische band interviewt, die musik macht und auch noch was in der birne hat. kannst du dir vorstellen, wie schwierig das in den usa zu finden war?
Matthias @ 30.01.2008 14:23 CEST
Ein "fat cat" ist frei übersetzt ein reicher Bastard. Und weil der Begriff darin vorkommt und es ja hier um Musik geht: Who's gonna build your wall?
Tanzender Anarchist @ 30.01.2008 16:53 CEST
Lustig, das Interview habe ich auch gelesen und über die Übersetzung geschmunzelt. Einem alten Hepcat wie mir fällt so etwas natürlich auf.
die vom zwischenbericht @ 30.01.2008 18:20 CEST
@redder: naja, sehr viel über den birneninhalt der von bondies kann man, also ich, aus dem inti ja nicht erschliessen...

@matthias: wieder was gelernt. das sind dann wohl die sprachlichen feinheiten, die sich einem mit den jahren zu erkennen geben. youtube funzt grad nicht, schaus mir dann aber noch an.

@tanzender anarchist: hehe...
redder @ 30.01.2008 19:10 CEST
grins, man kriegt ja auch nicht viel inhalt auf 50 zeilen. sch...tableau-format.
die jungs sind aber echt auf draht. ausser, dass sie sich als künstler verstehen. aber so what? (is auch englisch) solange sie guten sound spielen ;D
leo @ 30.01.2008 23:46 CEST
Ich mag Nora (auch wenn sie kein Englisch kann), ich mag heute!
die vom zwischenbericht @ 31.01.2008 11:01 CEST
ich kenne "nora" nicht und lese heute auch nur, wenn im zug eins herumliegt.
leo @ 02.02.2008 19:45 CEST
Eigentlich liegt doch immer ein heute im Zug, nicht? Nora kenn ich auch nicht persönlich, aber ich mag wie sie schreibt.

Ein "heute" wird nie die journalistischen Qualitäten einer NZZ erreiche und muss sie vieleicht auch nicht. Was mir an "heute" gefällt ist der Mut neues auszuprobieren und auch mal junge Journalisten an die Feder zu lassen (auch wenn dabei evtl. nicht die Korrektheit einer NZZ Redaktion erreicht wird).
redder @ 02.02.2008 20:55 CEST
...lach, niemand liest heute, schon gar keine "zeitungsleser". trotzdem wird jeder fehltritt aufs genaueste im web kommentiert. :)

add a comment

This blog is gravatar enabled.
Your email adress will never be published.
Comment spam will be deleted!

Name*
E-Mail
For Spammers Only
URL
Kommentar*
E-Mail Benachrichtigung bei neuen Kommentaren zu diesem Eintrag
Speichere meine Daten (braucht Cookies)