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Paris musicale

Während für manch anderen Paris in musikalischer Hinsicht eher an Chanson oder Oper erinnern mag, waren die vergangenen Tage zu Besuch bei K&L vor allem von sehr schräger Musik geprägt. Am ersten Abend begaben wir uns ins Cabaret Sauvage. Vorerst wähnten wir uns zwar in einem David-Lynch-Movie, da die Szenerie förmlich schrie "Passt auf, das ist eine Falle!" - Autobahn links, eine alte Lagerhalle rechts, weit und breit kein Mensch und schon gar kein Schild, das uns den Weg hätte weisen können. Wir überlebten es letztlich. Aber es dauerte ein Weilchen, bis wir das Cabaret fanden. Dort angelangt, führten wir uns Animal Collective zu Gemüte. K und ich waren etwas irritiert ob des verwirrenden Konzepts des Kollektivs (das da hiess: hektisches elektronisches Getüte kombiniert mit einer zuweilen klagenden, zuweilen schreienden Stimme), L hingegen war wahrhaft genervt und so verliessen wir die Lokation schon vor Ende des Gigs. (Nicht ohne, dass ich mir eine zehn-Euro-CD der Band gesichert hätte, 'türlich.)

Von den Strassenmusikanten im 18. Arrondissement soll an einer anderen Stelle noch die Rede sein, darum direkt zum Highlight: dem FNAC. Oh, mon dieu, was für eine Auswahl! Natürlich konnte ich nicht widerstehen und musste meinen Streifzug bei Mr. Dylan beginnen. Hehe. Die guten Alben habe ich zwar schon alle. Aber es gibt ja auch genügend schlechte, und so verliess ich den Laden mit zwei 80er-Jahre-Scheiben. Hm. Als Sammler hat man keine andere Wahl. Und Interview-CDs sollte ich wohl besser meiden, obwohl ein Exemplar im Regal gestanden hat, das mich sehr gereizt hätte: Dylan-Interviews aus den frühen 60er-Jahren... Aber damit darf ich gar nicht erst anfangen.

Und da "Knocked Out Loaded" und "Dylan and the Dead" nur je 7.17 Euro kosteten, durfte auch noch etwas Teureres geshoppt werden. Bloss was? Denn der FNAC ist wirklich enorm gut sortiert. Also? Band of Horses? Beirut? Melvins? Moriarty? Ich hörte schliesslich per Zufall in eine CD rein, da das Cover mir ins Auge sprang, und wurde sofort in eine seltsam, aber verführerisch klingende Welt entführt, die ich mir schliesslich auch für daheim sichern wollte. Erst an der Kasse fiel mir auf, dass ich die Band ja kannte. Múm stammen aus Island und machen schrägen Sound. (Gibt es auch Isländer, die normalen Sound machen?) Das Album "Go Go Smear the Poison Ivy" ist mir schon jetzt ans Herz gewachsen und ich empfehle [#].
Comments (2)  Permalink

comments

michael @ 28.11.2007 13:23 CEST
Bekommst du was von Villiers-le-Bel mit?
die vom zwischenbericht @ 28.11.2007 22:50 CEST
@michael: ich bin mittlerweile nicht mehr à paris, aber wie du ja bereits gesehen hast, hat das team von der rue saint luc darüber berichtet.

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