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I wasn't there :(

Hauen könnte ich mich: "I'm Not There", lange und heiss erwartetes Dylan-Biopic, ist im Tessin bereits angelaufen. Und ich merke das natürlich erst, als es schon zu spät ist. Noch heute und morgen läuft der Film, dann ist wieder Schluss. Putain! (Danke fürs Wiederholen dieses Worts, K&L, das werd ich jetzt nicht mehr los...)

Filmstart in der Romandie ist übrigens am 5. Dezember und in der Deutschschweiz am 7. Februar. Vielleicht kann ich mir das ja merken...
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Paris musicale

Während für manch anderen Paris in musikalischer Hinsicht eher an Chanson oder Oper erinnern mag, waren die vergangenen Tage zu Besuch bei K&L vor allem von sehr schräger Musik geprägt. Am ersten Abend begaben wir uns ins Cabaret Sauvage. Vorerst wähnten wir uns zwar in einem David-Lynch-Movie, da die Szenerie förmlich schrie "Passt auf, das ist eine Falle!" - Autobahn links, eine alte Lagerhalle rechts, weit und breit kein Mensch und schon gar kein Schild, das uns den Weg hätte weisen können. Wir überlebten es letztlich. Aber es dauerte ein Weilchen, bis wir das Cabaret fanden. Dort angelangt, führten wir uns Animal Collective zu Gemüte. K und ich waren etwas irritiert ob des verwirrenden Konzepts des Kollektivs (das da hiess: hektisches elektronisches Getüte kombiniert mit einer zuweilen klagenden, zuweilen schreienden Stimme), L hingegen war wahrhaft genervt und so verliessen wir die Lokation schon vor Ende des Gigs. (Nicht ohne, dass ich mir eine zehn-Euro-CD der Band gesichert hätte, 'türlich.)

Von den Strassenmusikanten im 18. Arrondissement soll an einer anderen Stelle noch die Rede sein, darum direkt zum Highlight: dem FNAC. Oh, mon dieu, was für eine Auswahl! Natürlich konnte ich nicht widerstehen und musste meinen Streifzug bei Mr. Dylan beginnen. Hehe. Die guten Alben habe ich zwar schon alle. Aber es gibt ja auch genügend schlechte, und so verliess ich den Laden mit zwei 80er-Jahre-Scheiben. Hm. Als Sammler hat man keine andere Wahl. Und Interview-CDs sollte ich wohl besser meiden, obwohl ein Exemplar im Regal gestanden hat, das mich sehr gereizt hätte: Dylan-Interviews aus den frühen 60er-Jahren... Aber damit darf ich gar nicht erst anfangen.

Und da "Knocked Out Loaded" und "Dylan and the Dead" nur je 7.17 Euro kosteten, durfte auch noch etwas Teureres geshoppt werden. Bloss was? Denn der FNAC ist wirklich enorm gut sortiert. Also? Band of Horses? Beirut? Melvins? Moriarty? Ich hörte schliesslich per Zufall in eine CD rein, da das Cover mir ins Auge sprang, und wurde sofort in eine seltsam, aber verführerisch klingende Welt entführt, die ich mir schliesslich auch für daheim sichern wollte. Erst an der Kasse fiel mir auf, dass ich die Band ja kannte. Múm stammen aus Island und machen schrägen Sound. (Gibt es auch Isländer, die normalen Sound machen?) Das Album "Go Go Smear the Poison Ivy" ist mir schon jetzt ans Herz gewachsen und ich empfehle [#].
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zwei Dinge sind unendlich

"Ich habe mich bei der Verwaltung erkundigt: Die Heizkosten werden nicht pro Wohnung abgerechnet, sondern gleichmässig auf das ganze Haus verteilt. Es bringt also gar nichts, wenn wir beim Heizen sparen. So bezahlen wir ja nur für unsere Nachbarn mit."

Das andere ist das Universum.
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#11

Ein ernüchternder Nachmittag. Obwohl ich gleich doppelt zu den Wahlsiegern zähle: einen Kandidaten von der CVP habe ich freiwillig gewählt (war das Beste, was in meinem Kanton zur Verfügung stand) und für die Grünen schlägt mein Herz schon auch. Aber dass die SP so verliert, während die SVP derart massiv zulegt, ist bitter zu sehen, wenn auch nicht wirklich überraschend.

Über die Rechten werde ich mich die nächsten vier Jahre noch genug aufregen. Und es war ja nicht nur schlimm gestern. Deshalb freue ich mich doch lieber über den ersten grünen Ständerat, Monsieur Cramer, über den ersten dunkelhäutigen Nationalrat, Herrn Lumengo, über den jungen grünen Nationalrat aus Zürich, dessen Karriere ich schon seit Jahren mitverfolge, Herrn Girod, darüber, dass die SVP zwei neue Frauen im Nationalrat hat, Frau Rickli und Frau Estermann, über den neuen linken Baselbieter Ständerat, Herrn Janiak und darüber, dass auch Bernhard Hess von den Schweizer Demokraten nicht mehr mitmischen darf.

Und wäre es jetzt nicht langsam mal Zeit für eine grüne Bundesrätin? (Die Grünen würden wohl keinen Mann aufstellen.) Natürlich nicht von der SP abgezwackt, die ja noch immer mit Abstand die zweitstärkste Partei ist, sondern von der FDP, die jetzt wirklich keine zwei Sitze mehr verteidigen kann. Ich wüsste jedenfalls keine Argumente. Doch Ruth Genner hielt sich gestern vornehm zurück mit Forderungen, das ist eben guter Stil, wie er in der heutigen Politlandschaft der Schweiz leider nicht mehr oft vorzufinden ist.

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#10

Girod ist drin! Das ist die beste Nachricht dieser Wahlen.

Und - fast noch besser, da Schadenfreude die schönste Freude ist und ich es diesem grässlichen Typen gönne - Schlüer ist nicht wiedergewählt!

(Ich hoffe bloss, dass das so bleibt und dass er nicht nachrutschen kann, falls Ueli Maurer in den Ständerat käme...)

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#9

"Georges Theiler - gut für die Umwelt" stand auf dem Wahlplakat. Seit wann ist die zweite Gotthardröhre und damit eine Erhöhung des Verkehrsaufkommens gut für die Umwelt?

Gewählt ist er jetzt. Der Umwelt wird es deswegen nicht besser gehen.
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#8

Matthias Hüppi vor etwa 20 Jahren. Hihi.

PS: Schon etwas irritierend, wenn der plötzlich im Wahlstudio auftaucht...
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#7

Einzig gute Nachricht neben dem Stimmen- und Sitzgewinn: Claude Janiak ist fürs Baselbiet im Ständerat! Der MBW ist in Champagnerlaune Edit: Bierlaune. Damit lässt sich auch der Frust gut überdecken...
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#6

Die Horrorvorstellung: Toni Brunner und Ueli Maurer beide im Ständerat. Hoffnung besteht noch.
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#5

Endlich ein Kanton, in dem die SVP verloren hat. Neuchâtel. Immerhin einer. Im Rest des Landes sieht es ja gruslig genug aus.

0.1 Prozent, übrigens...
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