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Inge Viett

Gibt es eigentlich schon einen Watch-Blog zur Neuen Luzerner Zeitung? Was die an SVP-Rhetorik bietet, geht manchmal echt auf keine Kuhhaut. Sie ist suggestiv, konservativ und ergreift Partei.

Heute Abend liest die ehemalige RAF-Terroristin Inge Viett im Kulturzentrum Boa aus ihrem Buch. Die Frau hat ihre mehrjährige Haftstrafe für versuchte Tötung abgesessen und ist nun als Schriftstellerin tätig. Dass ich hingehen werde, versteht sich von selbst, ich finde das Entstehen von terroristischen Bewegungen in Europa ein spannendes, wenn auch kritisch zu beurteilendes Thema.

Konservative Kreise versuchten alles, um die Veranstaltung zu verhindern. Die Boa war diesen Kreisen ja schon immer ein Dorn im Auge. Öffentliche Gelder für die Jugend? Bloss nicht. Die Lesung wird aber trotzdem durchgeführt - kein Wunder: Den Event abzusagen käme einer Beschneidung der Meinungsfreiheit gleich. Kaum vorzustellen, was das für die Demokratie und den Rechtsstaat bedeuten würde und ein Grund mehr, Flagge zu zeigen.

Denn je mehr Leute da hin gehen, die augenscheinlich keine Terroristen sind und die auch nicht die Abschaffung des Kapitalismus fordern, sondern sich aus professionellen Gründen (schliesslich studiere ich Geschichte) für das Thema interessieren, desto klarer tritt für die Öffentlichkeit zu Tage, wie unrecht die Blocher-Partei und das Kampfblatt NLZ mit seiner rechtslastigen Berichterstattung haben.

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schwach geworden

Ich sah ihn und wusste: Wenn der mir passt, dann muss ich den haben. Gesagt, getan. Ich konnte nicht anders. Man gönnt sich ja sonst nichts...


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please, please, please...

...das Wetter soll am Wochenende so werden, wie im Tages-Anzeiger prognostiziert. Nämlich: Am Freitag bedeckt, 21 Grad, am Samstag etwas heiterer mit 24 Grad und am Sonntag wolkig und 28 Grad. Und bitte keinen Regen.

Ich war bisher an fünf grossen Openairs - 2001 (St. Gallen 1 Tag), 2003 (Gurten, 3 Tage), 2004 (Gurten, 3 Tage), 2005 (Gurten 1 Tag), 2006 (SouthSide 3 Tage). Geregnet hat es genau ein Mal, 2004 auf dem Gurten, und das war ein kurzer Wolkenbruch, von dem schon zwei Stunden später nichts mehr zu sehen war. Das letztjährige SouthSide-Unwetter erlebten wir glücklicherweise, als wir schon im Bus nach Tuttlingen sassen. Ich bin also sowas wie ein Wettermaskottchen für Openairs. Hoffentlich.

Denn ob ich in meinem Alter noch flexibel genug bin, um drei Tage im Schlamm herumzuwaten, weiss ich nicht. Und herausfinden möchte ich es eigentlich lieber auch nicht...
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wg ad

Ein Fernseher von Weltformat, Nobody's Perfect mit Lachkrämpfen, amerikanischer Fuck, Peep Show und Little Britain, ein hässliches, aber gemütliches Sofa, Wodka und flaschenweise Wein (und Bier, natürlich), heimliches Händchenhalten, Salat mit viel Knoblauch, Minifussball im Park, verstörte Restaurantbesucher, Rauchen am Fenster, Grossputz (ganze zwei Mal), ein Etui im Kühlschrank, die nicht-abonnierte Weltwoche, Bilder vom Southside an den Wänden, Nachbarinnen mit Stöckelschuhen, Hilfe bei der Abschlussarbeit, Buzz (das ich gewann :)

Eine einmalige Zeit war das und eine einmalige WG.
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Blogosphäre goes Realität

Heute habe ich in Zürich am HB von weitem das bloggende Bundlebit-Paar erspäht. Mit Sack&Pack, aber ohne Sohnemann - folglich also wahrscheinlich auf der Reise dahin.

Das Phänomen, das in solchen Situationen auftritt, ist altbekannt: Man trifft auf der Strasse eine Person, die man sonst nur aus den Medien kennt und wie reagiert man? Instinktiv lächelt man die Leute an und setzt meist schon zum Grüssen an, bevor merkt, dass man - oops - die Nationalrätin*, den Moderator** oder den Laufstegtrainer*** gar nicht wirklich kennt. Was müssen Prominente für ein erfreuliches Leben haben, so oft wie sie von Wildfremden angegrinst und freundlich begrüsst werden!

So weit kam es heute allerdings nicht, dafür war die Bundlebit-"Prominenz" dann doch zu weit entfernt. Viel Spass auf jeden Fall von meiner Seite!

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* Frau Bühlmann
** Herr Aeschbacher
*** Na wer wohl? Kennt jemand noch einen anderen Laufstegtrainer als Bruce?
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Schlussstrich

Mir reichts: Schlafmangel und dieses Wetter? Ich leg mich an den See...
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tödliches Getränk

Folgende Diskussion zwischen zwei Studentinnen erregte meine Aufmerksamkeit:

durstige Studentin: "Jetzt fülle ich meine Flasche schon zum dritten Mal auf heute!"
vorsichtige Studentin: "Man kann imfall auch zu viel trinken... Das gibt dann Wassereinlagerungen."

Ob die etwas überbesorgte Dame damit Recht hat, wage ich zu bezweifeln. Zu einer kurzen Recherche bewog mich der Dialog dann aber doch, denn momentan verspüre ich - wie immer bei warmem Wetter - einen unglaublichen Durst und könnte die ganze Zeit an meinem Fläschchen nuckeln.

Das Schreckgespenst, das ich in den weltweiten Weiten antraf, heisst hypotone Hyperhydration. Die vielen Ypsilon verheissen schon mal nichts Gutes und tatsächlich wird das Krankheitsbild zu deutsch als Wasservergiftung bezeichnet. Offensichtlich kann es problematisch werden (man kann sterben!), wenn man viel Flüssigkeit zu sich nimmt, aber zu wenig Mineralien. Glaubt man den diversen Websites, die ich angeklickt habe, hat Leitungswasser zu wenig davon, man muss schon Mineralwasser trinken, um sich "richtig" mit Flüssigkeit zu versorgen.

Zu richtig heftigen Trinkzeiten verliere ich schon mal den Überblick, wie oft ich die Flasche unter den Hahn gehalten habe. Ich schwebe also in höchster Gefahr!

Oder ist das bloss ein Schreckgespenst, von der Mineralwasserlobby in die Welt gesetzt, um stagnierende Verkaufszahlen etwas aufzupeppen?

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02:30 a.m.

Schlaflos. Schon seit Stunden. Einst hiess der Plan: Um 6 Uhr aufstehen und viel Arbeit erledigen. Jetzt heisst der Plan: Aus der Schlaflosigkeit das Beste rausholen.

Zu müde eigentlich, um noch zu lesen. Nicht Belletristik und schon gar nicht wissenschaftliche Literatur. Die angefangene Politiker-Biographie würde verlocken, doch ich will nicht mittendrin merken, dass ich die Hälfte nicht mitkriege. Doch zu wach, um zu schlafen, zu wach. Hellwach, eigentlich, bloss eingeschränkt. (Und im Pischi.)

Schlaflos. Und draussen bellen Hunde.

Ich wollte ja nur aufräumen - wer konnte ahnen, dass die spontane Putzaktion mich derart aufputschen würde? Doch der Anblick meines aufgeräumten Zimmers und der Geruch von Gallseife im Bad scheinen irgendwelche seltsamen Neurotransmitter freizusetzen. Auch der Konsum der SF2-Frauenserien richtete wenig aus. Atypisch, denn normalerweise nicke ich spätestens nach Grey's Anatomy fast ein, weil mich der immergleiche Schlafzimmerblick der Protagonistin so einlullt.

Schlaflos. Und erstaunt, was draussen alles läuft. Ein hustender Nachbar, unerklärliches Geklapper und gewaltsam quietschende Bremsen - verblüffend viel Verkehr sowieso. Und zwischendurch immer wieder vorwurfsvoll die Kirchglocken, mit denen höhere Mächte - oder zumindest deren irdische Mechanik - auch Ex-Katholikinnen ein schlechtes Gewissen einzujagen vermögen.

Zeit für einen Beruhigungstee. Vielleicht sogar mit Honig.


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unselbstständig wie ein kleines Kind

Bei gewissen Kommilitonen frage ich mich wirklich, was sie an dieser Uni zu suchen haben. Hier ein kleines Beispiel.

Mitte Semester kontaktierte mich ein Mitstudent: Er sei vom Professor am selben Tag wie ich zum Referat eingeteilt worden und wolle bei mir mitmachen. Ich - Gruppenarbeiten grundsätzlich abgeneigt - sträubte mich dagegen, fand, er solle sich doch selber ein Thema suchen. Er druckste herum, er wolle nicht zu viel Zeit investieren, und die Literatur sei doch so schwer erhältlich (nur in Zürich - oi), und bla bla bla. Nicht gerade das, was man sich unter einem engagierten Studi vorstellt.

Die Sache verlief im Sand, was er nächsten Montag machen wird, wenn ich das Referat halte, weiss ich nicht. Was mich aber aufbringt, ist folgendes: Heute schaute ich aus reiner Neugier mal nach, ob an die Literatur wirklich so schwierig (nur in Zürich!) ranzukommen sei. Und siehe da: Von vier Titeln sind drei in der ZHB Luzern ausleihbar.

Mann, ist das ein verlogenes Würstchen!

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erstaunliche Suchanfrage

"ein leben ohne job"

Ja, gern!
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Next1-10/12