Uni Luzern verschenkt Bachelor-Abschlüsse
B. studiert, wie man hört, im 4. Semester an der Uni Luzern und darf sich schon für den Bachelor anmelden, wo doch die Regelstudiendauer sechs Semester beträgt. C. hingegen, im 6. Semester, lässt sich für die Anmeldung lieber noch ein Halbjahr mehr Zeit. Damit dieses Semester reglementskonform ist, muss sie nun ein Gesuch einreichen.
Da läuft doch etwas schief, oder irre ich mich?
Wieso ist es möglich, dass jemand in vier Semestern 150 Credit Points erwirbt (man rechne: das sind im Schnitt fast 40 Credit Points oder zehn Seminare pro Semester!) und damit auch noch durchkommt und zum Prüfungsverfahren zugelassen wird? Wie kann man davon ausgehen, dass diese Person auch nur einen Bruchteil der Veranstaltungen, die sie besucht hat, auch nur annähernd verstanden hat?
Mag ja sein, dass die Vorstellung, dass es auch Leute geben kann, die ein Phil I.-Studium in vier Semestern hinkriegen, meinen Horizont übersteigt. Mag ja sein, dass mein Bild des Studierens veraltet ist - dass man die Inhalte nicht mehr möglichst eingehend zu lernen versucht, sondern in möglichst kurzer Zeit.
Doch jemandem einen akademischen Grad zu verleihen, der läppische zweieinhalb Jahre studiert hat, erachte ich als Armutszeugnis für eine Universität.
comments
ja das mit den abschlüssen verschenken, war das nicht immer schon so? ach nein, früher musste man sie noch kaufen :) aber heute wo doch eh alles keinen wert mehr hat...
lustig find ich auch die andere seite: wenn jemand genug lange studiert, bekommt er am schluss seinen abschluss - weil er doch schon soooo lange hier ist - egal ob er/sie was kann oder nicht...
eh, ja, die welt ist nicht immer gerecht :)
gruzzz
Und übrigens: ganz herzlichen Dank für Blogrolleintrag, du liebes Chick vom Zwischenbricht!!
liebe rah, auf letzteres
("wenn jemand genug lange studiert, bekommt er am schluss seinen abschluss - weil er doch schon soooo lange hier ist")
spekuliere ich
(10 semester mittlerweile und noch keine hauptseminararbeit verfasst)
natürlich auch ein wenig :)
aber ihr zwei habt schon ein wenig recht: vielleicht geht es ja wirklich weniger darum, der obermacker des fachs zu werden als einfach zu beweisen, dass man gewissen institutionellen gegebenheiten gerecht werden kann...
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