Wieviel ist das in Mark?
Die Sonntagnachmittagsschicht ist hart. Nicht genug damit, dass man um Punkt zwölf beginnen muss, genau dann, wenn der Mittagsservice in seiner Blütezeit steht. Man quält sich überdies erst mal 90 Minuten damit ab, die Tische der Arbeitskolleginnen zu übernehmen, während diese eine nach der anderen ihre halbstündige Mittagspause einziehen. Dazu kommt, dass sonntags eifrig gebruncht wird und dass dies immer besonders viel Aufwand bedeutet.
Das Chaos ist also garantiert.
Wenn nun in so einer Situation eine Gruppe achtzigjähriger deutscher Touristen aufkreuzt, die "nur schnell was Kleines" essen möchten, dann denkt sich die erfahrene Kellnerin: "Au Backe!" Doch ich möchte all die ermüdenden Details überspringen, welche diese Kombi von Alter, Stress und kulturellen Unterschieden mit sich bringt und sogleich zu des Pudels Kern vorstossen: zum Zahlvorgang.
"Wir bezahlen in Euro", so die unumstössliche Ankündigung des teutonischen Touristentrupps. Nun gut. Als Angestellte dieses weltoffenen Lokals muss ich dies natürlich akzeptieren. Der Euro-Preis wird praktischerweise auf dem Kassabon gleich mitgedruckt, so dass dieser Zahlungsvorgang normalerweise keine Schwierigkeiten bereitet. Bloss: Gemeinhin zahlt eine Person für den ganzen Tisch und man braucht nicht jedem Gast eine eigene Rechnung zu machen.
Man ahnt es schon: Die vom Zwischenbericht kam massiv unter Druck. Euro in Franken umrechnen, okay, aber umgekehrt? Und das auch noch unter diesen Bedingungen? Ich jonglierte wild mit Zahlen herum, rechnete laut und leise und rundete, wo nötig, auf, um nicht für unnötige Komplikationen zu sorgen. Zugegeben: Die Oldies gingen mir gehörig auf die Nerven, denn zwar ist der Kunde König, aber ganz offensichtlich war unsere gesamte Crew extrem gestresst und die Viertelstunde, die ich mit den Damen und Herren verplemperte, bedeutet für fünf weitere Tische, dass sie einfach nicht bedient werden und für mich, dass ich anschliessend einfach saumässig im Rückstand bin. Auch (ernst gemeinte!) Fragen wie "Wieviel ist das in Mark?" können einen dann nicht mehr über die Umständlichkeit der Situation hinwegtrösten.
Aber natürlich endet die Geschichte positiv: Das Reisegrüppchen brauchte sich nicht mit den Strapazen eines Geldwechsels herumzuschlagen, der Betrieb lief früher oder später normal weiter und die Arbeitskollegin, welche ich vertreten und welche das Drama aufgrund ihrer Mittagspause verpasst hatte, freute sich über das anständige Trinkgeld. Zu verdanken war dies jedoch weniger der Grosszügigkeit der Touristen als meiner legeren Umrechnungsmethode...
Das Chaos ist also garantiert.
Wenn nun in so einer Situation eine Gruppe achtzigjähriger deutscher Touristen aufkreuzt, die "nur schnell was Kleines" essen möchten, dann denkt sich die erfahrene Kellnerin: "Au Backe!" Doch ich möchte all die ermüdenden Details überspringen, welche diese Kombi von Alter, Stress und kulturellen Unterschieden mit sich bringt und sogleich zu des Pudels Kern vorstossen: zum Zahlvorgang.
"Wir bezahlen in Euro", so die unumstössliche Ankündigung des teutonischen Touristentrupps. Nun gut. Als Angestellte dieses weltoffenen Lokals muss ich dies natürlich akzeptieren. Der Euro-Preis wird praktischerweise auf dem Kassabon gleich mitgedruckt, so dass dieser Zahlungsvorgang normalerweise keine Schwierigkeiten bereitet. Bloss: Gemeinhin zahlt eine Person für den ganzen Tisch und man braucht nicht jedem Gast eine eigene Rechnung zu machen.
Man ahnt es schon: Die vom Zwischenbericht kam massiv unter Druck. Euro in Franken umrechnen, okay, aber umgekehrt? Und das auch noch unter diesen Bedingungen? Ich jonglierte wild mit Zahlen herum, rechnete laut und leise und rundete, wo nötig, auf, um nicht für unnötige Komplikationen zu sorgen. Zugegeben: Die Oldies gingen mir gehörig auf die Nerven, denn zwar ist der Kunde König, aber ganz offensichtlich war unsere gesamte Crew extrem gestresst und die Viertelstunde, die ich mit den Damen und Herren verplemperte, bedeutet für fünf weitere Tische, dass sie einfach nicht bedient werden und für mich, dass ich anschliessend einfach saumässig im Rückstand bin. Auch (ernst gemeinte!) Fragen wie "Wieviel ist das in Mark?" können einen dann nicht mehr über die Umständlichkeit der Situation hinwegtrösten.
Aber natürlich endet die Geschichte positiv: Das Reisegrüppchen brauchte sich nicht mit den Strapazen eines Geldwechsels herumzuschlagen, der Betrieb lief früher oder später normal weiter und die Arbeitskollegin, welche ich vertreten und welche das Drama aufgrund ihrer Mittagspause verpasst hatte, freute sich über das anständige Trinkgeld. Zu verdanken war dies jedoch weniger der Grosszügigkeit der Touristen als meiner legeren Umrechnungsmethode...
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