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musikalischer Jahresrückblick

Das macht man doch so, oder? Einen Jahresrückblick erstellen, in dem man die wichtigsten Ereignisse der vergangenen 365 Tage Revue passieren lässt. Da will ich mal nicht nachstehen...

Markantestes Fragezeichen 2006
...in der halbleeren Schüür die Two Gallants zu erleben und sich einfach nur zu wundern.

Grösste Live-Überraschung 2006
...als Gustav und der andere Mando-Bubi Dylans kaum bekanntes "Mama, You Been On My Mind" anstimmten.

Entdeckung 2006
...The Kooks im HMV in London, als sie in der Schweiz noch kaum jemand kannte.
(Und gestern fragte mich doch tatsächlich ein Kollege, ob ich die Kooks kenne... Unfassbar.)

Dylan des Jahres
...das neue Album und live in Pistoia.

Schweisstreibendstes Konzert 2006
...Shout Out Louds am Southside. Die Shouties rockten unerwarterterweise wie Sau, das Publikum ging ohne Ausnahme mit und der Treibhauseffekt im Zelt tat das Seine....

Unterhaltsamste Entertainer 2006
...Dave Grohl und SMAAT.

Pfeifendster Tinnitus 2006
...nach einer Nacht voller Retro Rock in einem Londoner Club. Ging dann glücklicherweise wieder weg.

Beste Party 2006
...klar: SozSem-Party!

Feuchtestes Konzerterlebnis 2006
...Wurzel 5 am Funk am See, Luzern: Nicht nur Regen, sondern apokalyptische Wolkenbrüche prägten dieses Konzert. Dazu natürlich der obligate Schlamm, der noch immer an meinen Pumas klebt... Der MBW und ich gaben aber alles und hatten dann trotzdem einen ganz netten Abend. Anschliessend wurden wir krank.

Un-Hit 2006
..."Chum bring en hei"

Coolster Schlachtgesang 2006
..."Siamo campioni del mondo" zur Melodie von "Seven Nation Army" :)

Lieblings-Festival 2006
...Southside, klar. Danke, WalkIdiotWalkAlexFrei2:0PleasePleasePleaseStaralfurKooksJackWhiteDenkmalWhenTheSunGoesDowndEUSCasablancaUndSoWeiter...

Meistgehörtes Album 2006
...Arctic Monkeys: Whatever People Say I Am, That's What I'm Not

Nervigstes Lied 2006
...das von der Englischdozentin aus didaktischen Gründen abgespielte "Dr Heckyll and Mr Jive".

Traurig, aber wahr 2006
...The Streets sind satt geworden... :(

Nettester Türsteher 2006
...derjenige, der mich gratis ans Nguru-Konzert liess. Merci! Skanking-Muskelkater war die Folge...

Verpasstestes Konzert 2006
...Eagles Of Death Metal... Schade.
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purpurne Schamesröte steigt in ihr Gesicht...

Dass einem der Player den später genannten Song vorwurfsvoll aus dem Zufallsgenerator serviert, ist die gerechte Strafe dafür, dass man (aus unerklärlichen Gründen!) ein MP3 von "Last Christmas" von Wham! auf dem Compi hat... Wie konnte das nur geschehen?!
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UR 23917

Ein Urner Autokennzeichen auch dann als etwas Bemerkenswertes zu empfinden, wenn man nicht auswärts auf der Strasse ein derart bestücktes Gefährt zu Gesicht bekommt, sondern sich im Heimkanton selber befindet, ist ein sicheres Anzeichen dafür, dass man zu selten in der alten Heimat weilt...


PS: So hohe Autonummern wie im Titel des Posts gibt es in Uri übrigens noch gar nicht... :)
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Cinematisches

Ich gehe ziemlich selten ins Kino. Das liegt unter anderem daran, dass es zu viele schlechte Filme gibt (momentan besteht das Programm hauptsächlich aus schlechten Weihnachtskomödien und Trickfilmchen) oder dass die Preise eigentlich viel zu hoch sind (wurde nicht schon vor Jahren vom Preisüberwacher eine Studie publiziert, in welcher dieser Fakt festgestellt wurde? Und wäre vielleicht nicht mal Zeit, zu handeln?). Ausserdem geht mir der Kartellbetrieb in dieser Branche ziemlich auf den Geist.

Nun denn, gestern war es wieder mal soweit: Wir gingen ins Kino! Der MBW und ich hatten je eine kurze Nacht hinter uns, so dass wir ein chilliges Abendprogramm brauchten. Wir entschieden uns für The Departed - einziger akzeptabler Film der Stadt - von Scorsese (der übrigens auch eine der besten Dylandokumentationen, die ich kenne, produziert hat). Goldrichtig war das. Matt Damon als arroganter Bullenschnösel, der von der Mafia in die Staatspolizei eingeschleust wird, Leonardo DiCaprio als zerrissener Aufsteiger, der die Mafia infiltrieren soll, Marky Mark Mark Wahlberg als Arschloch-Fahnder (sein erster Satz im Film geht etwa so "Yippe-fucking-yay") und der irrwitzig-diabolische Jack Nicholson als Mafiaboss - vor allem er ist der Oberhammer. Sehr empfehlenswert.

Die Trailers waren nicht so der Knüller, aber heute stiess ich auf die Meldung, dass Ocean's 13 im Juni in die Kinos komme. Wie schön! Selten war ein Kassenschlager so sympathisch wie die zwei Oceans-Filme. Nicht zuletzt wegen George Clooney. Ich weiss nicht, ob es an "O Brother, Where Art Thou?" liegt, dass ich diesen Schauspieler so lustig finde, aber ich kriege immer so ein Schmunzelgefühl, wenn der auf der Leinwand auftaucht... Siehe auch die aktuelle Nespresso-Werbung oder den einen Dialog in Oceans Twelve* - dieser Mann kann so köstlich über sich selber scherzen!


* Danny Ocean (Clooney): Do I look 50 to you?
Basher Tarr (Don Cheadle): Yeah.
Danny Ocean: Really?
Basher Tarr: Well, I mean, you know, only from the neck up.
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Dylan live Part VIII

Schon bald wird ER wieder unter uns weilen - am 29. April 2007 werde ich (trotz früherer Boykottdrohungen) ins Hallenstadion pilgern und mir zum ersten Mal die "Modern Times"-Tracks live gönnen. Ich freu mich!
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Englisch-Examen

Nie wieder "This is the Cambridge of Advanced English Listening test...", nie wieder Register Transfer Aufgaben lösen, nie wieder Aufsätze zu behämmerten Themen schreiben und nie wieder meine Montagabende in der Klubschule mit der doch eher bescheiden motivierten Dozentin verplempern. Endlich ist der Scheiss vorbei. Beinahe wurde mir der Spass an der Sprache verdorben, aber nur beinahe.

Noch dazu ist die Prüfung nicht so toll gelaufen. Ich war total erkältet, konnte mich während des Reading nicht konzentrieren - während des Readings, meiner Königsdisziplin. Die Extrapunkte sind also verloren. Das ganze Listening über lag mein Hauptaugenmerk darauf, nicht zu husten, um die schlechte Klangqualität der Aufnahme nicht noch weiter zu beeinträchtigen. Ausserdem verfolgte mich die ganze Prüfung über ein Wort: pressure. In drei von den vier Papers kam das Wort irgendwo vor. Das allein ist ja noch nichts besonderes, bloss: Jedes Mal, wenn ich "pressure" las, stimmte das Orchester in meinem Kopf den Beat von "Apply Some Pressure" von Maxïmo Park an und lenkte mich ab... (Konzentration war wirklich nicht meine Stärke gestern...) Geiler Song, aber bitte, doch nicht während der Englisch-Prüfung!

(Immerhin half mir der Gedanke an die Band später beim Listening weiter, als ich nicht mehr ganz sicher war, ob der englische Ausdruck für Park auch mit K oder mit C geschrieben wird... Merci, Maxïmo!)

Naja, ist ja letztlich nur ein Englischdiplom. Das Schöne ist: Jetzt kann ich die Sprache endlich wieder geniessen, kann wieder Bücher lesen, ohne mir bei speziellen Konstruktionen zu denken "Ah, das wär noch was für ein Writing..." und vor allem fällt der ganze Stress von Kursbesuch und Prüfung weg.

Und ich kann mich wieder auf die Uni konzentrieren...
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Nachbarschaftsbeobachtung

Man wohnt unter demselben Dach, hat aber kaum was miteinander zu tun. Das sind die nachbarschaftlichen Beziehungen, wie sie in diesem Haus (etwa 30 Wohnungen) gepflegt werden. Das führt natürlich nicht selten zu Missverständnissen, Gerüchten, Lästereien, mitunter aber auch zu charmanten Begegnungen im Lift oder aufschlussreichen Kurzkonversationen vor den Briefkästen.

Es gibt im Haus einige seltsame Exemplare, wie beispielsweise die Dame, die bis nachts um zwei in Absätzen in der Wohnung herumstolziert, anschliessend das Haus verlässt, nur um die Strasse zu überqueren und ins gegenüberliegende Gebäude zu verschwinden. Bis heute habe ich diesen Vorgang nicht begriffen. Auch spannend zu wissen wäre, wer in der Wohnung lebt, die mit "B. Huber" beschildert ist - vielleicht ist es ja die Luzerner Residenz von Büne...?

Besonders rätselhaft ist mir aber eine Wohngemeinschaft auf demselben Stock, auf dem unsere WG sich auch befindet. Viele Kinder leben da, mindestens drei. (Für mich schon an der oberen Grenze.) Diese weinen eigentlich immer, vor allem, wenn sie sich im Treppenhaus aufhalten, was sie relativ oft tun. Auch des Nachts lassen sie nicht von ihrem tränenreichen Tun ab. Leider ist es dann auch oft so, dass eine überforderte Mutter sehr gereizt reagiert, sehr laut, was mit entsprechender Steigerung des Babygeschreis quittiert wird. Eines der Kinder ist ein Bub, etwa sechs, ein absoluter Macho. Er ist mir einmal in der Öffentlichkeit begegnet, und: den möchte ich nicht in meiner Klasse haben, weder als Lehrerin noch als Schülerin... Ein anderes Kind ist gerade im Krähalter, es weint nicht, aber schreien kann es auch nicht, darum macht es seinen Gefühlen mit unwahrscheinlich heiseren Krählauten Luft. Und zwar allen Gefühlen. Das heisst, auch, wenn es glücklich ist, das heisst, eigentlich immer. Die Eltern scheinen also genug zu tun zu haben... Vielleicht haben sie deshalb manchmal nachts eine periodisch sich an- und ausschaltende Maschine laufen, von deren klanglichen Emissionen man auch in unserer Wohnung profitieren kann. Und weshalb - auch jetzt, im Dezember - die Fenster dieses Appartements STÄNDIG geöffnet sind, das werde ich wohl nie verstehen.

Zum Glück lebe ich ja so unauffällig und anständig vor mich hin, dass es über unsere WG wohl kaum etwas zu lästern gibt...
(Ich sage nur: Karaokeabend, Spieleabend, Frauenabend, Filmabend, nächtliches Abwaschen, Schleudern, Duschen und Hunderte von Stunden mit lauter Rockmusik im Wohnzimmer.)
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now on CNN...

CNN hat einen neuen Mitarbeiter, der beängstigenderweise an einen gewissen J.-B. G. aus P. erinnert... Was für eine frappante Ähnlichkeit zwischen dem Korrespondenden (links) und dem "Parfüm"-Protagonisten!



(Photoshop hat einzig für die neue Bildunterschrift gesorgt, der Rest ist genuin.)
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