Ich hatte mir vorgenommen, "schnell" alle meine pendenten E-Mails zu beantworten. Am Compi gesessen bin ich deswegen satte 1.5 Stunden...
Was geschieht wohl, wenn ich es endlich mal schaffen würde, "schnell" meine Bankauszüge, Steuerbelege, Rechnungen, Studienunterlagen, wichtigen Dokumente, Küchenschubladen, Ordner, Kleider, Schränke, Planung fürs Auslandsemester, mein Zimmer im Kanton Uri und meine Beziehungen zu sortieren?
Darüber sollte man vielleicht besser nicht nachdenken...
Auf dieser Welt gibt es schon ziemlich beschränkte Menschen. Dies ist hinlänglich bekannt. Manifestiert hat sich des Volkes Einfachheit ein weiteres Mal, und zwar im Projekt Visionen Uri 06, das an der kantonalen Gewerbe- und Erlebnismesse URI06 in Altdorf lanciert wurde. Hinz und Kunz konnte seine Visionen in diversen Lebensbereichen kund tun und Hinz und Kunz liess sich nicht zwei Mal bitten. Neben interessanten, originellen und witzigen Vorschlägen findet sich im Katalog aber auch völliger Schwachsinn. Müsterchen gefällig? Jemand wünscht sich "separate Busspuren, damit die Autofahrer nicht behindert werden". Nun ja, vielen Dank für die separaten Busspuren, aber gemeinhin ist es wohl eher so, dass die PKWs den ÖV behindern, und kaum umgekehrt. Wahrscheinlich ist der oder die Verfasser/in eine/r derjenigen Sorte, die bei 50 innerorts ganz nervös werden, weil es nicht vorwärts geht...
Dieser und weitere feuchte Träume der Urner Bevölkerung finden sich auf der
Website des Projekts.
...machte sich gestern Nachmittag so um drei bei mir breit: Das Osthilfegesetz war angenommen worden. Erfreulich zu sehen, dass doch nicht so viele Schweizer wie Christoph&Christoph ticken.
Interessant auch: Die gross(kotzig)en Contra-Parteien waren auf einmal ganz kleinlaut. Nicht Mörgeli, nicht Schlüer, nicht Hess, nicht Maurer äusserte sich zum Resultat, sondern irgendein popliger Jung-SVPler aus St. Gallen, der ein Komitee names Young4Fun vertrat. Peinlich, meine Herren! Sonst wird die Klappe immer himmelweit aufgerissen, aber wenns ums Stellungnehmen im Falle einer Niederlage geht, ist plötzlich keiner mehr aufzutreiben.
Seit ich aufgestanden bin, läuft mir heute das Lied der Schlümpfe nach. Ich weiss nicht so recht, was ich davon halten soll, ehrlich gesagt...
Sobald der Bohrer, der den ganzen Nachmittag schon mein Denken blockiert hatte, endlich seinen Geist aufgab, begannen die Kleinkinder aus dem vierten Stock zu kreischen, hysterisch zu lachen und rumzurennen. Das würde nun etwa zwei Stunden so weiter gehen, unterbrochen nur durch punktuelle Schimpftiraden eines Elternteils und allfälliges lautes Heulen von Seiten der Kleinen. Kaum dass die Gören endlich im Bett liegen würden, würde die Mutter ihre Rundgänge mit den Stöckelschuhen beginnen, wozu sie zumeist noch Céline Dion oder Reggaeton laufen lässt, um das Gesamtbild abzurunden.
Dieses Haus treibt mich noch in den Wahnsinn mit seinem Unmass an akustischer Luftverschmutzung und seinen rücksichtslosen Bewohnern. Nicht mal Oropax helfen hier noch weiter. Aber kein Problem - ich muss ja nur noch gut 60 Seiten Text lesen bis morgen früh...
Kochen mit dem Zwischenbericht - heute: gemischtes Ofengemüse
Man nehme ein Backbleck, schmiere es anständig mit Olivenöl ein, lege ein paar längs halbierte Kartoffeln darauf und schiebe das Ganze in den 180 Grad warmen Ofen. Nach und nach fügt man weiteres Gemüse hinzu, beispielsweise nach 15 Minuten einige quer halbierte Zwiebeln (Pflicht!) und Rüebli, nach weiteren fünf bis zehn Minuten Zucchetti und/oder Auberginen und/oder Peperoni und/oder... Für mich funktioniert das Gericht natürlich nur, wenn sich auch eine in Scheiben geschnittene Knoblauchzehe dazu gesellt. Weitere 10 bis 20 Minuten später folgen Tomatenhälften (die Schnittflächen sanft salzen, sonst schmeckt's nach nichts) und falls erwünscht andere weiche Gemüse. Zum Schluss die gesamte Chose noch etwas garen lassen, bis die Stücke gut durch sind. Dann alles zusammen anrichten, Salz, Pfeffer, Olivenöl und Zitronensaft sorgen für Würze.
Mein heutiges Abendessen - ein Volltreffer! Zwar ist gar nichts an und für sich Aussergewöhnliches unter den Zutaten zu finden, aber geschmeckt hat das Gericht - man erlaube mir ein wenig Selbstlob - einfach lecker und vor allem alles andere als durchschnittlich.
Tanzender Anarchist - liest du noch mit? Das wär doch was für dich als Vegi, nicht?
Erinnert ihr euch noch an Zidanes zärtlich-burschikose Annäherung an Materazzi im WM-Finale? Wie könnte man das auch vergessen! Den Bruststoss sah man hernach ja zur Genüge. Mein lieber Freund
Noby ist ein grosser
Hattrick-Liebhaber. Bei diesem Online-Fussball wird der virtuelle Spielverlauf genaustens protokolliert und gespeichert. Als wir uns gestern Abend bei einem Bier über Fussball unterhielten, fiel ihm plötzlich etwas ein, was er mir schon länger erzählen wollte. Das Protokoll der Partie Nonsense (die Mannschaft von Noby) gegen Ouagadougou vom 17. Juni 2006 enthält folgende Stelle:
"Nachdem der Gegenspieler von Fabian Scussel dessen Mutter und Schwester übel beleidigt hatte, rammte ihm der Nonsense-Akteur den Kopf gegen das Brustbein. Der vierte Offizielle hatte die Tätlichkeit gesehen und den Schiedsrichter informiert: Rot für Fabian Scussel in der 77. Minute."
Kein Fake! Nachzulesen auf der
Hattrick-Seite.
[ universitär ]
by zwischenbericht
@ 17.11.2006 16:39 CEST
Kaum zurück an der Uni, werde ich schon mit dem Sozi-Klassiker schlechthin konfrontiert: mit dem guten, alten Max Weber. Der Text über "Politik als Beruf" liest sich erstaunlicherweise...na ja, nicht direkt einfach, aber doch ist die Beschäftigung mit Theorie nicht mehr ein Kampf wie noch vor einigen Monaten. Gut so.
Ins Stocken gerate ich jedoch bei der Lektüre der folgenden Textstelle: Er "erregt durch (...) Diskretion die Aufmerksamkeit derjenigen, die es in der Karriere schon weiter gebracht haben (...)." Ist Diskretion nicht gerade die Kunst, keine Aufmerksamkeit zu erregen? Ich mag mich täuschen, aber dieser Satz scheint mir doch etwas falsch formuliert. Pfui, Mäxchen!
Momentan könnte ich jederzeit und überall ein Schläfchen machen. Ich bin nach dem Aufstehen müde, werde schnell schläfrig, wenn ich arbeite und auch abends lege ich mich relativ früh schlafen. Keine Ahnung, woran das liegen könnte, aber besonders produktiv macht mich das nicht, dieser ständige Kampf gegen das Einschlafen...
...Bern...Brüssel...
...und nun folgt noch Berlin! Die vom Zwischenbericht verabschiedet sich für ein paar Tage in den 27. Kanton.
Tschüss!