[ Calcissimo ]
by zwischenbericht
@ 31.05.2006 12:33 CEST
Die WM lässt offenbar auch bei UVEK-Vorsteher und Bundespräsident Moritz Leuenberger das Herz höher schlagen. Wie sonst liesse sich der feierliche, beinahe schon pathetische Klang seines Briefes an Köbi Kuhn erklären?
http://www.news.admin.ch/NSBSubscriber/message/de/5333
Ob im Sitzungszimmer des Bundesrats wohl auch eine Grossleinwand steht? Versammeln sich die die Magistraten und Magistratin (ab dem 14. Juni ja wieder -innen) dort und fiebern mit der Nati mit? Calmy-Rey fant aus Frisur-Sympathie für Behrami, Couchepin übt sich im Chor mit Deiss in welschen Schlachtgesängen, Blocher übernimmt die Rolle desjenigen, der überflüssigerweise alles kommentieren muss (wie in der Politik ja auch) und Sämi Schmid lädt nach gewonnenem Match alle zu sich nach Hause zu Bier und Bratwurst ein.
Ja, ja, Bundesrat sollte man sein.
...trage ich heute zum Arbeiten. Einen hellbraunen Männerpulli, mindestens zwei Nummern zu gross und mit Kapuze, ich ertrinke beinahe darin. Ich trage ihn aus Protest gegen das Wetter.
Nun wandle ich also wie ein Bär im Winterpelz durch die Gänge meines Betriebs und sehe wahrscheinlich ziemlich verhängt aus. Aber immerhin habe ich schön warm...
Morgens im Zug zuerst zum Schlafen Chill-Sound hören, anschliessend, um frisch zu werden, die Arctic Monkeys - und der Tag ist gerettet! Denn jetzt läuft mir bestimmt den ganzen Tag "You Probably Couldn't See For The Lights But You Were Looking Straight At Me" nach und das macht mir einfach eine unglaublich gute Laune!
Das Lied heisst übrigens wirklich so.
Sie drohen ständig runterzufallen und die Sicht zu versperren. Montag. Was bin ich müde.
Ich hösele von Meeting zu Meeting und dazwischen mache ich alle zehn Minuten eine Pause. Ein Power-Nap wär nicht schlecht, allein: mir fehlt die Liegefläche. Und dann ständig dieses seltsame Gefühl, wenn man plötzlich merkt, dass man die letzten zehn Minuten nicht mehr rekonstruieren kann, dass man irgendwo hingestarrt hat und mit den Gedanken anderswo, oder manchmal: gar nirgends war.
Realität? Konzentration? Leistung? Nicht heute. Heute ist die vom Zwischenbericht ziemlich von der Rolle. Der rettende Gedanke: Um sechs kann ich auf den Zug und eine Stunde lang schlafen.
Ach ja: später abends dann noch CAE-Kurs, Hallelujah. Schwänzen kommt auch nicht in Frage, da ich der Dozentin bereits Fussballmatch-Absenzen gemeldet habe und nicht im Voraus schon fehlen kann.
Ach je. Hört dieser Tag denn nicht mehr auf?
Ich war gestern mit einem befreundeten Paar am See und hatte ein paar Utensilien dabei, die ich mit einem Gümeli zusammengegümeletschnürt hatte. Er meinte: "Pass auf mit diesen Gümeli!" Sein Grossvater habe obsessiv alles so zusammengehalten, so zum Beispiel die Agenda.
Die Agenda? Das macht ich aber doch auch! Ups, hab ich wohl denselben Spleen wie sein Grossvater? Werd ich in meinem zarten Alter schon etwas zwangsneurotisch, um nicht zu sagen: idiosynkratisch?
Nun. Ich ging nach Hause. Schaute mich bewusst um nach den ominösen Gümeli. Und siehe da: Es gibt tatsächlich einige Exemplare in meinem Lebensraum... Aha! Neben der Agenda und den erwähnten Seeutensilien waren ebenfalls zusammengeklammert mein kleines Linsenmittel mit dem Linsenbehälter sowie der Hextrilspray mit dem Sprayaufsatz und es gibt einige Gummibänder, die einfach sinnlos um irgendetwas gewickelt sind...
Oh mein Gott. Ich brauche einen Gümeli-Exorzismus.
Ein texanisches Gesetz, darüber gestolpert auf www.paulsvalleydailydemocrat.com (und ich verkneife mir heute jeglichen Kommentar): In Texas, when two trains meet each other at a railroad crossing each shall come to a full stop, and neither shall proceed until the other has gone.
"Judas!"
"I don't believe you... You're a liar! Play fucking loud!"
Oh, what'll you do now, my blue-eyed son?
Oh, what'll you do now, my darling young one?
I'm a-goin' back out 'fore the rain starts a-fallin',
I'll walk to the depths of the deepest black forest,
Where the people are many and their hands are all empty,
Where the pellets of poison are flooding their waters,
Where the home in the valley meets the damp dirty prison,
Where the executioner's face is always well hidden,
Where hunger is ugly, where souls are forgotten,
Where black is the color, where none is the number,
And I'll tell it and think it and speak it and breathe it,
And reflect it from the mountain so all souls can see it,
Then I'll stand on the ocean until I start sinkin',
But I'll know my song well before I start singin',
And it's a hard, it's a hard, it's a hard, it's a hard,
It's a hard rain's a-gonna fall.
In a little hilltop village, they gambled for my clothes
I bargained for salvation an' they gave me a lethal dose.
I offered up my innocence and got repaid with scorn.
"Come in," she said,
"I'll give you shelter from the storm."
The peddler now speaks to the countess who's pretending to care for him
Sayin', "Name me someone that's not a parasite and I'll go out and say a prayer for him"
But like Louise always says
"Ya can't look at much, can ya man?"
As she, herself, prepares for him
And Madonna, she still has not showed
We see this empty cage now corrode
Where her cape of the stage once had flowed
The fiddler, he now steps to the road
He writes ev'rything's been returned which was owed
On the back of the fish truck that loads
While my conscience explodes
The harmonicas play the skeleton keys and the rain
And these visions of Johanna are now all that remain