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@Jacques Ahmadinejad

Cher Monsieur Chirac

Haben Sie einen Rückfall in den Kalten Krieg erlitten oder sind Sie ganz einfach nicht mehr bei Trost? Sonst lässt sich ja schwerlich erklären, dass Sie Terroristen mit dem Einsatz von Atomwaffen drohen.

Atomwaffen! Gehts noch? Inwiefern unterscheidet Sie Ihr Verhalten denn nun noch von potentiellen Terroristen, wie beispielsweise Mahmud Ahmadinejad und dem Iran, den Sie bei der Nennung von «gewissen Staaten», die die Grande Nation und Ihre Verbündeten angreifen könnten, implizit mitmeinen?

Und wie bitteschön soll die soll die westliche Atompolitik jetzt noch glaubwürdig vertreten werden, wenn sich eines ihrer Aushängeschilder aufführt, wie ein Grosswildjäger, der schon lange keinen Elefanten mehr erlegt hat? Denn völkerrechtlich, cher Monsieur Chirac, ist der Einsatz von Waffen, bei denen die Unterscheidung von militärischen und zivilen Zielen nicht möglich ist, verboten.


Hochant la tête,

celle du Zwischenbericht
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Satzzeichen-Vergewaltigung

Der Apostroph - wieso kann ihn niemand richtig einsetzen? Man begegnet ihm in den absurdesten Kombinationen auf Speisekarten, Einladungen, in Broschüren, Shops und auf Schildern. Pizza's. CD's. Party's. Auto's. Oder noch schlimmer als Mimikry des englischen Genitivs, z.B. Roland's.
Aargh.

Mir graust vor dieser S-Abtrennung. Es sieht schlicht scheusslich aus, wie dieser einzelne Buchstabe allein in der Luft hängt und wie der Apostroph pseudo-spritzig aus langweiligen Durchschnittsparties in der Agglomeration den Event des Jahrhunderts machen möchte. Und jeder weiss: sie sind es nicht.
Ausserdem nervt mich die Anglifizierung meiner Sprache. Es ist zwar wunderbar und legitim, mit den Sprachen zu spielen und englische Begriffe und Ausdrücke einfliessen zu lassen und damit zu jonglieren. Aber der Apostroph vor dem Genitiv-S tut nicht nur den Augen weh, sondern widerspricht auch der Funktion des Zeichens.

Ein Blick in den Duden (21. Auflage, mit neuer Rechtschreibung) besagt nämlich eindeutig: "Der Apostroph deutet an, dass Laute oder Buchstaben, die gewöhnlich gesprochen oder geschrieben werden, ausgelassen worden sind." Er ist also ein Platzhalter. Wofür also steht der Apostroph in oben erwähnten Beispielen? Partyns? Pizzaks? Autors? Rolandis?
Des Weiteren entnehme ich: "Kein Apostroph steht bei Abkürzungen in der Genitiv- oder Pluralform auf -s." Na also! So einfach ist das.
(Allerdings darf (in seltenen Fällen!) eine Ausnahme gemacht werden, wenn der Genitiv-Sinn nicht mehr eindeutig rüberkommt, z.B. bei "Andrea's", das sonst als "Andreas" interpretiert werden könnte.)
Übrigens widmet sich sogar Wikipedia dem Thema, passenderweise unter dem Titel "Deppen-Apostroph"...

Also, liebe Werber, Speisekartenverfasser, Ladenbesitzer und alle anderen Schreiberlinge: Lernt! Es! Endlich!

Und hört auf, meine armen Augen mit diesem Quatsch zu malträtieren.
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...Wahlkampfgipfeli?

Dank der SP Stadt Zürich kam ich heute Morgen in den Genuss eines feinen "Wahlkampfgipfelis mit Anleitung". Tatsächlich eines der leckersten Gipfeli, die ich jemals verspiesen habe: frisch, aber nicht mehr allzu heiss, knusprig, schön buttrig und erst noch mit "Chörndli" drauf, wie ich es bei einem Gipfeli am liebsten mag und erst noch politisch korrekt :) Ich habe extra noch gefragt, für welchen Wahlkampf die Gipfeli denn verteilt würden, worauf mir der verdutzte Verteil-Mann (man ist sich in Zürich wohl nicht gewohnt, dass die Leute sich auch für den Hintergrund von Gratis-Gaben interessieren...) nur die SP-Broschüre entgegenstreckte. Worauf ich erleichtert aufatmete und mir mein Wahlkampfgipfeli sicherte. Mmmmh!
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Small World

Gerade eben habe ich ein fesselndes Buch beendet: Small World von Martin Suter. Seit längerer Zeit war dies das erste Buch, welches ich gar nicht mehr weglegen konnte. Es geht um einen älteren Herr und dessen fortschreitende Alzheimerkrankheit. Zu Beginn des Buchs ist er noch völlig klar, im Verlauf der Geschichte geht es ihm zusehends schlechter. Wirklich spannend, nicht zuletzt auch aufgrund eines geschickt in den Plot verstrickten und am Schluss aufgelösten Geheimnisses.

Allerdings gibt mir das Buch, kombiniert mit solchen Vorfällen, bzw. meiner allgemeinen Vergesslichkeit ziemlich zu denken.

Wie ist es wohl, eingesperrt in den eigenen Körper, jeglicher Ausdrucksmöglichkeiten beinahe vollständig beraubt, sein Dasein zu verbringen? Koni, der Protagonist in Suters Roman, verliert seine Erinnerungen quasi "rückwärts": zuerst vergisst er das, was er zuletzt gelernt hat. Den Namen seiner Partnerin. Die Adresse der gemeinsamen Wohnung. Wo das Portemonnaie hinkommt. Wie man sich für ein Gericht auf der Speisekarte entscheidet. Mehr und mehr Wissen verschwindet, es tauchen aber auch längst vergessene (oder verdrängte?) Erinnerungen an Ereignisse in Konis Kindheit auf und unterdrückte Ängste und Traumata werden bewusst. Sprechen kann er darüber allerdings nicht, denn mitten im Satz, weiss er nicht mehr, was er eigentlich sagen wollte. Beim Schreiben werden Silben wiederholt, das Schriftbild wird krakeliger.

Andererseits sind da aber auch all die Menschen um ihn herum, die ihn immer wieder dasselbe fragen, immer wieder dieselben Fotos mit ihm anschauen, immer wieder dasselbe erzählen, sich ihm, wenn er sie nicht zu erkennen scheint, immer wieder von Neuem vorstellen. Und er, Koni, bemerkt es vielleicht, dass sich immer wieder dasselbe abspielt und er fragt sich vielleicht, wieso man ihn so behandelt.

Aber wenn er sich zu wundern beginnt, hat er den Grund dafür schon längst vergessen.

Auch meine Nonna war an einer Spielart der Demenz erkrankt. Jedes Mal, wenn wir sie in den letzten Jahre besuchen gegangen waren, brachten wir Fotos mit und erzählten die Geschichten dazu. Aber ich weiss nicht, ob es ihr Spass gemacht hat mit uns. Manchmal schien sie richtiggehend froh zu sein, dass wir endlich wieder gingen... Zum Schluss erkannte sie auch nicht mehr alle Mitglieder der Familie, oder verwechselte sie. Handkehrum machte sie manchmal total geistreiche Witze.

Es ist ein trauriges Schicksal, diese Krankheit. Es berührt mich, es erschreckt und beängstigt mich. Was, wenn ich eines Tages merken muss, dass sich mein Verstand peu à peu verabschiedet? Würde ich so leben wollen, wenn ich die Wahl hätte?
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Eine kleine Szene aus dem Leben einer etwas sehr verwirrten Bloggerin (alle Namen übrigens geändert)

Mitbewohner:
"Du, der Frank hat noch angerufen. Er hat gesagt, er ruft dich zurück."
Ich, im Brustton der Überzeugung: "Ich kenne keinen Frank."

Kurze Bedenkzeit. Ratter, Ratter. Frank? Frank? Das sagt mir gar nichts... Oder schon?

Dann kam es mir in den Sinn, natürlich kenne ich einen Frank. Dieser ist mir und meiner Umwelt allerdings besser bekannt unter dem ersten Buchstaben seines Nachnamens. Und einer meiner engsten Freunde...

Das wird mir Frank jetzt noch jahrelang augenzwinkernd vorhalten...
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jugendlich?

Meine Zmittagslektüre steht heute im Facts vom letzten Donnerstag, es ist der Artikel über die immer jünger werdenden Einstiegskiffer. Ins Auge gestochen ist mir dabei die folgende Formulierung:

"Von den 5000 befragten Jugendlichen zwischen 13 und 29 Jahren hat fast die Hälfte die Droge schon versucht."

Seit wann zählt man 20+-jährige noch zu den Jugendlichen? Oder ist mir da was entgangen?
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24 lässt grüssen

Gerade eben bin ich total erschrocken: hier im Büro hat vorhin ein Telefon genau so geklingelt, wie diejenigen in "24"! Ich wähnte mich natürlich sofort zurückversetzt in die guten alten Zeiten, als ich mit meiner Ex-Mitbewohnerin mitfiebernd vor dem Bildschirm sass und Jack bei seinen Missionen begleitete. Der Klingelton wär eigentlich auch was fürs Handy...
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erste Linux-Erfolge...

...stellen sich ein. Und das Beste dabei: es war gar nicht schwierig! Jetzt kann ich mit dem Amarok-Player (ähnlich wie das iTunes) m4a-Dateien hören und meine Soundprobleme sind auch behoben. Juhui, das erste Mal etwas allein hingekriegt! Bis anhin brauchte ich ja immer die Unterstützung meines Linux-Göttis aus den Bergen...
[Zugegeben, eine Wahnsinnsleistung ist das nicht. Aber immerhin: wirklich Ahnung von dem ganzen Krempel hab ich ja nicht und deshalb freue ich mich einfach!]
Den Mitbewohner, der während dieser Session neben mir auf dem Sofa sass, habe ich spontan zu meinem Linux-Glücksbringer ernannt...
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Première!

Für einmal beklage ich mich nicht über's Arbeiten, sondern freue mich, dass es heute so gut läuft! Ja, wirklich, heute bin ich echt effizient, habe bereits die wichtigsten Pendenzen des Tages erledigt und - worauf ich besonders stolz bin - ein super wichtiges Telefonat auf französisch geführt - erfolgreich!

So macht's mir echt Spass!

Einziger Wermutstropfen: aus der geplanten Geschäftsreise nach Paris wird leider nichts, da dieses Mal keine Unterstützung bei den Interview gefordert ist... Schade. Aber heute lass' ich mir die Stimmung nicht vermiesen!
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die musikalische Lage Anfang 2006

Neu entdeckt: Janove Ottesen. Merci an meinen Mitbewohner mit dem guten Musikgeschmack.

Wieder aufgefrischt: Das Streets-Album a grand don't come for free. Denn: Manchmal komme ich mir vor wie Mike Skinner.

Immer aktuell: Bob D. - welches Album auch immer. Heute musste Monsieur R. zuhören... Er weiss nun alles über Desire, will ich hoffen. Sonst kriegt er's mit mir zu tun! :-)

Erneut aufscheinend: lágrimas negras von Bebo&Cigala. Einfach schön.

Überraschenderweise plötzlich gefallend: Die Queens of the Stone Age... Noch vor einem halben Jahr konnte ich mit denen sooooo nichts anfangen! Und nun werden sie von mir wieder und wieder gespielt. Wer hätte das gedacht?

Nervensäge der Woche: The Prodigy, da vom Amarok immer wieder angespielt und da ich im Moment überhaupt keine Lust auf solche Beats habe. Vielleicht sollte ich sie aus der Playlist kicken?

MP3-Player-Favourite: Tiger Tunes. Deren Mischung aus Indie-Rock und Elektro-Elementen: ein wahrer Knüller! Der Wermutstropfen: Die Band hat sich bereits wieder aufgelöst... :-( Die Gründe (auch nachzulesen auf der Homepage der Band):

- Listening to weird Indian chef trying to perform weird throat singing.
- Constantly not knowing if it’s fish or chicken on your plate.
- Sleeping in strange German houses with spooky dolls all over.
- Pushing a Ford Transit across the island of Sjælland in a blizzard.
- First arguing that the Swedish youngsters are weak drinkers and then spending long hours talking Swedish police out of putting unnamed band member in prison for being very drunk.
- Almost being arrested for obstructing Swedish police while putting unnamed very drunk band member in prison.
- Having your Tiger mascot kidnapped by East German punks.
- Being hit on (like you’ve never been hit on before... dude! seriously) by seemingly lesbian former popstar.
- Writing and writing a never ending flow of letters to ‘The Edge’ with questions and advice requests – only to be let down again and again by no answer.
... yes well this list could go on and on

Klingt echt hart...

Des Weiteren auf dem MP3-Player (meinem dritten mittlerweile): Trummer: Anyways, Lügner: Kukelikki, The Darkness: diverse, Gustav: Gegen Süden, The Strokes: Room on Fire, Pearl Jam: No Code, Queens of the Stone Age: Lullabies to Paralyze, Dylan: Blonde on Blonde, Shout Out Louds: Howl Howl Gaff Gaff, Smashing Pumpkins: Mellon Collie and the Infinite Sadness, Radiohead: Hail to the Thief, The Kennedy Experience: diverse The Presidents of the United States: diverse, Janove Ottesen: Francis' Lonely Nights und die Eels: Dasies of the Galaxy.

looking forward to...: ...Foo Fighters Ende Januar in Winterthur JUHUI! *freufreu*
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