Satzzeichen-Vergewaltigung
Der Apostroph - wieso kann ihn niemand richtig einsetzen? Man begegnet ihm in den absurdesten Kombinationen auf Speisekarten, Einladungen, in Broschüren, Shops und auf Schildern. Pizza's. CD's. Party's. Auto's. Oder noch schlimmer als Mimikry des englischen Genitivs, z.B. Roland's.
Aargh.
Mir graust vor dieser S-Abtrennung. Es sieht schlicht scheusslich aus, wie dieser einzelne Buchstabe allein in der Luft hängt und wie der Apostroph pseudo-spritzig aus langweiligen Durchschnittsparties in der Agglomeration den Event des Jahrhunderts machen möchte. Und jeder weiss: sie sind es nicht.
Ausserdem nervt mich die Anglifizierung meiner Sprache. Es ist zwar wunderbar und legitim, mit den Sprachen zu spielen und englische Begriffe und Ausdrücke einfliessen zu lassen und damit zu jonglieren. Aber der Apostroph vor dem Genitiv-S tut nicht nur den Augen weh, sondern widerspricht auch der Funktion des Zeichens.
Ein Blick in den Duden (21. Auflage, mit neuer Rechtschreibung) besagt nämlich eindeutig: "Der Apostroph deutet an, dass Laute oder Buchstaben, die gewöhnlich gesprochen oder geschrieben werden, ausgelassen worden sind." Er ist also ein Platzhalter. Wofür also steht der Apostroph in oben erwähnten Beispielen? Partyns? Pizzaks? Autors? Rolandis?
Des Weiteren entnehme ich: "Kein Apostroph steht bei Abkürzungen in der Genitiv- oder Pluralform auf -s." Na also! So einfach ist das.
(Allerdings darf (in seltenen Fällen!) eine Ausnahme gemacht werden, wenn der Genitiv-Sinn nicht mehr eindeutig rüberkommt, z.B. bei "Andrea's", das sonst als "Andreas" interpretiert werden könnte.)
Übrigens widmet sich sogar Wikipedia dem Thema, passenderweise unter dem Titel "Deppen-Apostroph"...
Also, liebe Werber, Speisekartenverfasser, Ladenbesitzer und alle anderen Schreiberlinge: Lernt! Es! Endlich!
Und hört auf, meine armen Augen mit diesem Quatsch zu malträtieren.
Aargh.
Mir graust vor dieser S-Abtrennung. Es sieht schlicht scheusslich aus, wie dieser einzelne Buchstabe allein in der Luft hängt und wie der Apostroph pseudo-spritzig aus langweiligen Durchschnittsparties in der Agglomeration den Event des Jahrhunderts machen möchte. Und jeder weiss: sie sind es nicht.
Ausserdem nervt mich die Anglifizierung meiner Sprache. Es ist zwar wunderbar und legitim, mit den Sprachen zu spielen und englische Begriffe und Ausdrücke einfliessen zu lassen und damit zu jonglieren. Aber der Apostroph vor dem Genitiv-S tut nicht nur den Augen weh, sondern widerspricht auch der Funktion des Zeichens.
Ein Blick in den Duden (21. Auflage, mit neuer Rechtschreibung) besagt nämlich eindeutig: "Der Apostroph deutet an, dass Laute oder Buchstaben, die gewöhnlich gesprochen oder geschrieben werden, ausgelassen worden sind." Er ist also ein Platzhalter. Wofür also steht der Apostroph in oben erwähnten Beispielen? Partyns? Pizzaks? Autors? Rolandis?
Des Weiteren entnehme ich: "Kein Apostroph steht bei Abkürzungen in der Genitiv- oder Pluralform auf -s." Na also! So einfach ist das.
(Allerdings darf (in seltenen Fällen!) eine Ausnahme gemacht werden, wenn der Genitiv-Sinn nicht mehr eindeutig rüberkommt, z.B. bei "Andrea's", das sonst als "Andreas" interpretiert werden könnte.)
Übrigens widmet sich sogar Wikipedia dem Thema, passenderweise unter dem Titel "Deppen-Apostroph"...
Also, liebe Werber, Speisekartenverfasser, Ladenbesitzer und alle anderen Schreiberlinge: Lernt! Es! Endlich!
Und hört auf, meine armen Augen mit diesem Quatsch zu malträtieren.