ein weiterer beitrag aus der reihe "die schönsten missverständnisse"
chef zu mir: "hesch mr bitte d zigis und de taschärächner?"
ich: "jawoll", zigis auf den taschenrechner gelegt und rübergereicht.
chef schaut mich erstaunt an und sagt: "nääi, nid dä taschärächner, ich bruch dä äschäbächer!"
;-)
jetzt ist es schon so weit, dass ich neben meiner kurzsichtigkeit und meiner vergesslichkeit auch noch schlecht zu hören beginne...
tja, man wird halt auch nicht jünger!
Wer hätte das gedacht? Die Schweiz nimmt die gentechfrei-Inititative an! Gratulation!
Vorgestern noch in Paris, gestern noch in Zürich, heute schon in Milano! Ein Loblied auf die SBB für ihr City Hit Angebot: Milano mit GA für sage und schreibe 18 Stutz. Das ist ja schon mal nicht schlecht.
Ein Loblied auch darauf, dass ich die Wette mit meinem charmanten Begleiter verloren habe und sich meine bestimmt ausgesprochene Prognose „in Milano ist es dunstig“ als falsch erwies. Super blauer Himmel und kein Wölklein!
Und oh! Mein geliebtes Italienisch erklang! Und ich konnte meine Zunge wieder einmal im Rhythmus dieses leidenschaftlichen Idioms rollen! (was für ein Satz. Ich liebe diese Wörter, die verdienen es, angewandt zu werden!)
Allora...ein dreieinhalbstündiges Fährtchen durch das wunderschöne Urnerland und das schöne Tessin und das neblige nördliche Italien. (OK, für diesen Allgemeinplatz gibt’s eine gelbe Karte...) Dicht gefolgt von einem entspannten Metrofährtchen, einer äusserlichen Dom-Besichtigung, einem gemütlichen Spaziergang ins Irgendwo und einem leckeren Zmittag im Grand'Italia. Was für ein Tag! Milano ist ohne Zweifel zu empfehlen. Mein Vorschlag aber: besser in einer wärmeren Jahreszeit besichtigen. Ich bin immer noch völlig durchfroren... Das bleibt aber auch die einzige negative Erinnerung an diesen Tag!
Und kann es ein Zufall sein, dass mir mein iTunes gerade in diesem Moment „Beautiful Day“ von U2 offeriert?
(...)
It's a beautiful day
Sky falls, you feel like
It's a beautiful day
Don't let it get away
You're on the road
But you've got no destination
You're in the mud
In the maze of her imagination
(...)
Touch me
Take me to that other place
Teach me
I know I'm not a hopeless case
(...)
It was a beautiful day
Don't let it get away
Beautiful day
(...)
What you don't have you don't need it now
What you don't know you can feel it somehow
What you don't have you don't need it now
Don't need it now
It was a beautiful day
Wunderschöner Text. What you don't have you don't need it now - wie könnte man Zufriedenheit besser beschreiben?
Juhui, heute war der erste Tag dieser Saison, an dem Schnee gefallen ist! Nicht, dass ich falsch verstanden werde: ich hasse diese Kälte, diese 1000 Kleider, die man immer an- und ausziehen muss, die nassen Füsse (was hauptsächlich meine Schuld ist, da ich auch im Winter nicht von meinen geliebten Sneakers lassen kann), die trockene Luft in den Räumen und das Eis. Aber am Morgen aufzustehen und die Welt unter einer dicken Schneedecke vergraben zu sehen, das ist wunderschön! Vor allem wenn es, wie heute, so überraschend kommt.
Schönen Winter wünsche ich!
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by zwischenbericht
@ 25.11.2005 19:26 CEST
Heute habe ich ein wenig in meinem Reisetagebuch geschmökert, das ich auf meinem Trip in die Slowakei und nach Ungarn im Herbst 2004 verfasst habe. Hier ein Auszug über einen Vorfall, den ich ganz vergessen hatte und den ich, wenn ich so zurück blicke, ziemlich krass finde:
«1.9.2004, Mittwoch
Das erste Erlebnis auf dieser Reise fiel leider nicht besonders erfreulich aus. In unserem Wagen sass ein Schwarzafrikaner. Während der österreichische Zollbeamte meinen Pass trotz deutlicher (durch die Brille bedingter) Unterschiede der realen zur virtuellen Person kaum beachtete, ging er umso resoluter auf unsere dunkelhäutigen Mitfahrer zu. Den Inder (?) behandelte er noch einigermassen «normal», er schaute dessen Pass lediglich etwas eingehender an. Den bereits erwähnten Schwarzafrikaner ging er dafür umso grober an: «Your passport please. Did (sic!) you have any cigarettes, alcohol, cannabis, heroin?» Die Nennung all dieser Genussmittel in einem Zug fand ich irgendwie amüsant, so musste ich ein wenig schmunzeln. Doch als der - vielleicht völlig zu Unrecht - (man entschuldige die Wortwahl) angef***te Mann zu fluchen begann, verging mir das Lachen. Das meistbenutzte Wort dieser Konversation - «fuck» - reicht wohl zu deren Illustration. Der Zollbeamte wird wohl ein so genanntes gebranntes Kind gewesen sein, andernfalls - so hoffe ich - hätte er diesen Mann wohl kaum dermassen vorurteilsvoll behandelt. Nun, jedenfalls gab es einen kurzen, aber intensiven Wortwechsel, an dessen Ende der Zollbeamte den Pass des Mannes auf den Tisch knallte und den Wagen verliess. Der Schwarze fluchte noch ein wenig und setzte sich wieder hin. Zu sagen ist wohl noch, dass der Zollbeamte den Mann mit den Worten drohte: «When (sic!) you wanna go to Austria, be quiet.»
Doch das war ja bei Weitem noch nicht die ganze Vorstellung gewesen. Der Zoll-Chico besuchte uns nochmal und forderte den Schwarzen dazu auf, ihm sein Geld zu zeigen. Als dieser letztendlich zugab: «I have no money.», wurde er des Zuges verwiesen. Wieso, weiss ich auch nicht.
Noch viel schleierhafter ist mir aber, wieso derselbe Mann ca. zehn Minuten später (an der gleichen Station, Buchs, SG) wieder einstieg...»
Nur mal so, zum Nachdenken...
Shout Out Louds: Howl Howl Gaff Gaff
Capitol Records, 2005
Elf Stücke lang alles, was ich mir wünsche. Schnelleres («100°»). Langsames («Go Sadness»). Melancholie («Very Loud»). Sehnsucht («Please, Please, Please»). Eine Stimme, die teilweise so herzerweichend klingt, dass man ihren Besitzer am liebsten zu sich nach Hause nehmen, mit heisser Schoggi wärmen und so richtig knuddeln möchte.
Die Shout Out Louds nehmen seit ein paar Wochen die Pole Position auf diversen Audiogeräten in meinem Haushalt ein. Neben dem Prädikat «Lieblingsschweden» - heuer übrigens bereits an Mando Diao (im Januar) und The Soundtrack of our Lives (Juli) verliehen - verleihe ich der Band bzw. ihrem Langspiel-Debut «Howl Howl Gaff Gaff» (wer kommt wohl auf so einen Nonsens?) hiermit auch den Titel der Entdeckung des Jahres 2005.
(ja, ich weiss, es ist erst November...aber ich weiss beim besten Willen nicht, wer die Shout Out Louds noch toppen könnte - gibt es Vorschläge?)
Anspieltipp: «Please, please, please» - allein die Art, wie Adam Olenius «so won't you please, please, please come back to me» singt, ist es wert, das Album käuflich zu erwerben. Ich habe jedes Mal den Drang, mitzutanzen und mitzusingen, wenn ich das Lied höre - und tue es auch! Also bitte: kommt bloss nicht auf die Idee, es abzuspielen, wenn meine Lieblingscoiffeuse mir gerade wieder mal die Haare schneidet...
Leider sind bis anhin keine Konzerttermine in der Schweiz in Sicht. Schade. Solange ziehe ich mir halt einfach weiter die Platte in der Endlosschleife rein...
In der Kategorie "
Musikantenstadl" werde ich mein Sendungsbewusstsein, was Musik betrifft, voll ausleben. All das, was sich Stuggo nicht anhören will, schreibe ich fortan hier nieder. So!
[ Kolumnen ]
by zwischenbericht
@ 24.11.2005 00:01 CEST
Dieser Text entstand vor einem Monat, als ich eine sehr wilde Woche durchlebt hatte:
Oh, war das eine Woche... Den Montag verbrachte ich noch ganz konventionell mit Rotwein und meiner Lieblingsmitbewohnerin zuhause. Dienstags, mittwochs und donnerstags aber war ich im Ausgang bis in die Morgenstunden. Am Freitag dann WG-Party bei den Habsburgern und am Samstag WG-Party bei EE in Zürich. Der früheste Zeitpunkt, an dem ich mich schlafen legte, war drei Uhr morgens, einmal wurde es sogar halb neun und schon wieder hell, bis ich endlich ins Bett ging. Das alles ergab einen seltsamen Tagesablauf, eine Art Nachtaktivität, die auf mich einen gewissen Reiz ausübt.
Wie wäre es wohl, für eine gewisse Zeit den Rhythmus völlig umzustellen? Nachts wach zu sein und tagsüber zu schlafen. Ich könnte ja als Nachtwächterin arbeiten. Diese Stadt hat in den Monaten von Oktober bis April sowieso nur Nebel und Nieseln zu bieten, da würde man wettermässig nicht mal besonders viel verpassen.
Und dann nachts raus, so um drei Uhr. Wie ruhig die Strassen um diese Zeit sind, wie wenige Leute es hat. Dazu der Nieselregen oder sogar Schnee und ich warm eingepackt. Und Ruhe.
Aber eben: Ist wohl nicht so, wie man zu leben hat. Abgesehen vom sozialen Umfeld, das einem grösstenteils entgehen würde, ist es - wie ich zu wissen glaube - auch so, dass der Körper auf Licht angewiesen ist. Aber interessant wärs mal.
Mann, ist das ein bekackter Tag.
Gestern war's noch so toll mit EE im Ausgang, wir hatten es so lustig und waren so happy. Eine wirklich rundum gelungene Nacht. Ich werde niemals die Szene vergessen, wo wir vom Xtra weglaufen und an einer Horde (sicher 10!) Bauarbeitern vorbei mussten und gerade so dämlich kindisch kicherten und es uns so peinlich war, dass wir spontan zu rennen begannen... Die haben so lustig dreingeschaut, alle mit ihren orangen Gwändli... und wir voll chick-mässig unterwegs, kichernd und rennend, hihi... *bigsmile*
Aber heute? First of all, bin ich zu müde für all den Scheiss; und auch zu melancholisch. Le Chef ist auch nicht gut drauf. Wir sind total im Stress. Vorher ist sein Akku abgelegen und so musste mein Handy dafür herhalten, seine SIM-Karte vorübergehend zu beherbergen. Heisst: ciaociao, SMS. Weg und verschwunden die Nachrichten, die ich mir sonst zum Aufmuntern reinziehen konnte. Weg die aktuellen SMS, die noch gar nicht beantwortet waren. Weg die Telefonnummer, die mir eine Bekannte gesmslet hatte und die ich noch hätte anrufen sollen. Scheisse. Fucking blöd. Und sinnlos, weil für irgendetwas gibt es ja Ladegeräte.
Und jetzt dann an den Bhf stressen, nach Hause fahren, dort ins Spanisch, dann eine Diplomarbeit gegenlesen und das allesohne dabei einzupennen oder durchzudrehen. Und diese verfluchte Kälte, dieser dumme kalte Wind.
Ich könnte fluchen. Oder flennen. Blöder, dummer Idiotentag.
Wäre doch heute schon gestern...
Am Freitag nach dem Ausgang wollten wir uns noch was Kleines vom Selecta-Automaten holen. Da stiessen wir auf die folgende Szene:

Die Qualität ist schrecklich, da mit dem Handy gemacht und vor Kälte gezittert... Hier aber trotzdem die Preisfrage: Was machen all die Leute hier?
(Vom Wettbewerb ausgeschlossen sind natürlich all jene, denen ich das Gschichtli schon erzählt habe)