everyday is like sunday
Wie konnte Morrissey bisher an mir vorbeigehen?
Trudging slowly over wet sand
Back to the bench where your clothes were stolen
This is the coastal town
That they forgot to close down
Armageddon - come Armageddon!
Come, Armageddon! Come!
Everyday is like Sunday
Everyday is silent and grey
Hide on the promenade
Etch a postcard :
"How I Dearly Wish I Was Not Here"
In the seaside town
...that they forgot to bomb
Come, Come, Come - nuclear bomb
Everyday is like Sunday
Everyday is silent and grey
Trudging back over pebbles and sand
And a strange dust lands on your hands
(And on your face...)
(On your face ...)
(On your face ...)
(On your face ...)
Everyday is like Sunday
"Win Yourself A Cheap Tray"
Share some greased tea with me
Everyday is silent and grey
la donna, il sogno e il grande incubo
Mein Unterbewusstsein is a bitch. Den Traum letzte Nach konnte ich mir bisher nicht anders erklären. Nicht nur holte es Geister aus der Vergangenheit aus der Schublade, es beschwor - quasi - auch zukünftige Geister. Dann bot es natürlich meine Eltern auf - Freud sagt hallo. Auch Sisyphus war da: Ich hatte eine aller-allerletzte Chance, jemanden ganz dringend und unter enormem Zeitdruck von etwas zu überzeugen, und es funkte mir immer wieder jemand anders rein in diesen Job. Schliesslich wurde der Traum auch noch mit einer absurden erotischen Komponente versehen. Ja, das war so anstrengend, wie es sich anhört.
Und jetzt fällt es mir plötzlich wie Schuppen von den Augen. Das Unterbewusstsein ist keine Bitch, es drückt sich bloss ein wenig umständlich aus. Alles klar jetzt. Merci gäll.
Auf der Galerie
I love you, Franz Kafka. Obwohl ich auch zehn Jahre nach der Matura nicht benennen kann, was diesen Text so berührend macht.
Auf der Galerie
Wenn irgendeine hinfällige, lungensüchtige Kunstreiterin in der Manege auf schwankendem Pferd vor einem unermüdlichen Publikum vom peitschenschwingenden erbarmungslosen Chef monatelang ohne Unterbrechung im Kreise rundum getrieben würde, auf dem Pferde schwirrend, Küsse werfend, in der Taille sich wiegend, und wenn dieses Spiel unter dem nichtaussetzenden Brausen des Orchesters und der Ventilatoren in die immerfort weiter sich öffnende graue Zukunft sich fortsetzte, begleitet vom vergehenden und neu anschwellenden Beifallsklatschen der Hände, die eigentlich Dampfhämmer sind – vielleicht eilte dann ein junger Galeriebesucher die lange Treppe durch alle Ränge hinab, stürzte in die Manege, rief das: Halt! durch die Fanfaren des immer sich anpassenden Orchesters.
Da es aber nicht so ist; eine schöne Dame, weiß und rot, hereinfliegt, zwischen den Vorhängen, welche die stolzen Livrierten vor ihr öffnen; der Direktor, hingebungsvoll ihre Augen suchend, in Tierhaltung ihr entgegenatmet; vorsorglich sie auf den Apfelschimmel hebt, als wäre sie seine über alles geliebte Enkelin, die sich auf gefährliche Fahrt begibt; sich nicht entschließen kann, das Peitschenzeichen zu geben; schließlich in Selbstüberwindung es knallend gibt; neben dem Pferde mit offenem Munde einherläuft; die Sprünge der Reiterin scharfen Blickes verfolgt; ihre Kunstfertigkeit kaum begreifen kann; mit englischen Ausrufen zu warnen versucht; die reifenhaltenden Reitknechte wütend zu peinlichster Achtsamkeit ermahnt; vor dem großen Salto mortale das Orchester mit aufgehobenen Händen beschwört, es möge schweigen; schließlich die Kleine vom zitternden Pferde hebt, auf beide Backen küßt und keine Huldigung des Publikums für genügend erachtet; während sie selbst, von ihm gestützt, hoch auf den Fußspitzen, vom Staub umweht, mit ausgebreiteten Armen, zurückgelehntem Köpfchen ihr Glück mit dem ganzen Zirkus teilen will – da dies so ist, legt der Galeriebesucher das Gesicht auf die Brüstung und, im Schlußmarsch wie in einem schweren Traum versinkend, weint er, ohne es zu wissen.
M.O.R.D.O.R.
Bin gerade in Mordor-Stimmung - der work-related Ärger ist mal wieder immens. Daher hier ein wenig Gegenprogramm:
Violette Tulpen. Like a rolling stone. Spaghetti carbonara. Deep breaths. Wild tanzen. ("Wild tanken" hätt ich fast geschrieben... Da fällt mir ein: Zünftig tanken wäre eigentlich auch eine Strategie gegen den Ärger.) Neue vier Wände. Cumberbatch. Die grünen Bäume vor dem Bürofenster. Das erfreuliche Mail, das ich gerade gekriegt habe. Das Lächeln meiner Lieblingsmitarbeiterin. Das Rauschen des Baches in meiner zweiten Heimat. Meine lieben Gspänli - ihr Humor, ihre Intelligenz, wie sie mir helfen, wie toll sie sind. Und dass sie sich mit mir abgeben - ich meine: was für ein Glück! Basel, oh Basel: durch die Klybeckstrasse gehen, am Rhein sitzen, über deine Brücken brausen und mich daheim fühlen. Erdbeeren, Nektarinen, Jonagold. Maisgold. Quittenschnaps, Luzerner Bier und Gimlet. Etwas verstanden haben. Diskussionsduelle führen. Diskussionsduelle gewinnen. Umarmungen.
Und nun frisch gestärkt zurück nach Mordor.
für die Nachwelt
Ich: Slaven Bilic!
Sie: Nein. Matri!
Ich: Oh, nein. Benedict Cumberbatch!
Sie: Sicher nicht! Vincent Cassel.
Ich: OK.
Was dann bleibt, ist die Erinnerung an eine Zeit, die so viel schöner war als jetzt
Tief in unsren Augenringen
steht doch alles was wir wissen müssen, mein Herz.
Wenn wir uns nicht mehr tragen können, warum lassen wirs dann nicht einfach bleiben?
Du musst mir nichts mehr erklärn und dir vor allem nicht mehr einreden, dass du mich in deinem Leben wirklich noch brauchst.
Nimm deine Schuhe mit wenn du gehst, und deine Zweifel auch.
Erinnerst du den Tag an dem wir betrunken in deinem Garten lagen und die Kinder deiner Schwester um uns herum, sie tanzten den Tanz der Piraten.
Das war das letzte Mal, dass ich dich so voller Liebe lachen sah, es gab viele Tränen hinterher.
Trag dieses Lachen bei dir wenn du gehst, ich mag es sehr.
Der Regen kommt und der Regen geht, man geht ein Stück zu zweit und den Rest allein und was dann bleibt ist die Erinnerung an eine Zeit, die so viel schöner war als jetzt.
Ey bitte nimm sie uns nicht krumm. Nimm die Erinnerung mit wenn du gehst, sonst bleibt sie stumm. Nimm die Erinnerung mit dir wenn du gehst und dreh dich nicht um.
Sherlock
Ihr Lieben, hört auf mich und schaut euch unbedingt die BBC-Serie "Sherlock" an. Ich sage nur: Hach! Und hier zehn Gründe dafür:
- Benedict Cumberbatchs Locken
- Benedict Cumberbatch im Jagdhut
- Benedict Cumberbatch im langen Coat
- Benedict Cumberbatch im purple shirt of sex
- Benedict Cumberbatch nur im Bettlaken!
- Benedict Cumberbatch OHNE BETTLAKEN!
- Benedict Cumberbatch im Anzug
- Benedict Cumberbatch saying "sorry for dinner"
- Benedict Cumberbatch vor dem Kamin
- Benedict Cumberbatch im Morgenmantel
Und nun ernsthaft: Zehn Gründe um "Sherlock" zu schauen.
- Die Sherlock-Holmes-Geschichten werden meisterhaft ins 21. Jahrhundert transferiert. So ist John Watson ein Blogger und Sherlock Holmes ein Nateltussi, der lieber texts schreibt als zu telefonieren.
- Es stimmt einfach alles bei dieser Serie. Es sind unterhaltsame und nicht vorhersehbare Geschichten, ästhetisch gefilmt, schlau, mit bissigen Dialogen und tollen Charakteren umgesetzt.
- Mark Gatiss, von der grossartigen League of Gentlemen, hat eine Nebenrolle, die ihm wie angegossen passt.
- Die Folge "Scandal in Belgravia" allein ist Grund genug, die Serie zu schauen.
- Sherlock. Ein sozial leicht gestörter, aber genialer Detektiv, der innert Sekundenschnelle alles Nötige über sein Gegenüber herausfindet. Und damit auch ziemlich unverholen angibt.
- Sherlocks Abgänge.
- John Watson, der an seinem Freund manchmal verzweifelt, ihn aber auch aus vollem Herzen gern hat und immer an ihn glaubt.
- Das homeless network, die wohl beste Art Obdachlosen "ä Stutz" zu geben.
- James Moriarty, consulting criminal, Sherlocks Nemesis, ein ungehobelter Schnösel ohne jegliche Manieren.
- ...und natürlich Benedict Cumberbatch. Mit oder ohne Klamotten.